Den Kommunen kommt bei der Gesundheitsversorgung und Prävention eine wichtige Rolle hinzu. Beuren, der einzige Kurort im Kreis Esslingen, will mit gutem Beispiel vorangehen.
Gesunde Lebenswelten schaffen, orientiert an den Ressourcen und Bedarfen vor Ort und mit Beteiligung der Bürgerschaft: Hier möchte Beuren „mit gutem Beispiel vorangehen“, betont Bürgermeister Daniel Gluiber. Denn: Wo Menschen aufwachsen, leben, arbeiten und älter werden, ist Gesundheitsversorgung und Prävention ein zentrales Thema.
Die 3700 Einwohner zählende Gemeinde am Fuß der Schwäbischen Alb hat als erste Kommune im Kreis Esslingen eine Kooperationsvereinbarung mit der Kreisverwaltung unterzeichnet, um offiziell als „Gesunde Stadt/Gesunde Gemeinde“ anerkannt zu werden. Den entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat im Oktober dieses Jahres einstimmig getroffen.
Gesundheitsnetzwerk mit allen Akteuren in Beuren geplant
Erklärtes Ziel des Pilotprojektes ist es, gesundheitsförderliche Lebensbedingungen für Einwohner und Gäste des Kurortes weiter auszubauen. In den kommenden Monaten soll ein kommunales Gesundheitsnetzwerk aufgebaut werden, das alle lokalen Akteure zusammenbringt. Gemeinsam will man erörtern, welche Angebote es schon gibt und was es noch für ein gesundes Leben braucht. Das Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen begleitet den Prozess und unterstützt die Gemeinde durch Fachwissen sowie Angebote.
Zentrale kommunale Aktivitäten in Bereichen wie Quartiersentwicklung, Mobilitäts- und Verkehrsplanung, bürgerschaftliches Engagement, soziale Teilhabe, Barrierefreiheit und Grünflächenplanung tragen maßgeblich zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei. Städte und Gemeinden, die Gesundheit zu ihrem Anliegen machen, können sich laut einer Mitteilung des Landratsamtes als „Gesunde Stadt/Gesunde Gemeinde“ zertifizieren lassen.
Mit dem Startschuss in Beuren, so betonte Landrat Marcel Musolf bei der Unterzeichnung, wolle der Kreis „ein Zeichen für die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen und der Förderung attraktiver, lebenswerter und zukunftsfähiger Städte und Gemeinden setzen“. Denn die Kommunen seien „für die Gesundheit der Menschen in unserem Landkreis von großer Bedeutung, weil sie einen großen Einfluss auf den Alltag unserer Einwohnerinnen und Einwohner haben“.