Statistik in Baden-Württemberg Deshalb gibt es im Land mehr Frauen als Männer

Von red/epd 

Zu Silvester lebten in Baden-Württemberg über elf Millionen Menschen. Die Mehrheit von ihnen sind weiblich, doch die Männer holen zahlenmäßig auf.

Beim Nachwuchs liegen im Gegensatz zur Gesamtheit die Männer zahlenmäßig vor den Frauen. (Symbolbild) Foto: dpa/A3637 Jörg Carstensen
Beim Nachwuchs liegen im Gegensatz zur Gesamtheit die Männer zahlenmäßig vor den Frauen. (Symbolbild) Foto: dpa/A3637 Jörg Carstensen

Stuttgart - In Baden-Württemberg leben mehr Frauen als Männer. Das hat das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitgeteilt. Zum Stichtag am 31.12.2018 lebten den Angaben zufolge im Land rund 11,07  Millionen Einwohner, darunter etwa 66.000 weniger Männer als Frauen. Anteilsmäßig am wenigsten Männer gibt es demnach in Freiburg im Breisgau mit 47,7  Prozent und in Baden-Baden mit 48,0 Prozent.

Intersexuelle Menschen (Diverse) werden in dieser Statistik noch nicht erfasst. Man entwickle aber Strategien zur Erhebung, sagte ein Sprecher der Behörde dem epd. Seit Januar dieses Jahres können sich intersexuelle Menschen beim Personenstandsregister als divers eintragen lassen. Als intersexuell werden Menschen bezeichnet, die sich nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.

Geburt von mehr Jungen

Der Statistik zufolge gibt es den höchsten Männeranteil in Karlsruhe mit 51,2 Prozent sowie im Hohenlohe- und im Alb-Donau-Kreis mit jeweils 50,5 Prozent. Ab der Altersgruppe der 58-Jährigen seien die Frauen ausnahmslos am stärksten vertreten. Unter den 60- bis unter 80-Jährigen sind knapp 53 Prozent Frauen, bei den über 80-Jährigen sogar etwas mehr als 61 Prozent. Das liege nicht nur an ihrer höheren Lebenserwartung, sondern auch an den männlichen Todesfällen während des Zweiten Weltkriegs, so das Statistische Landesamt.

Allerdings dominierten bei Kindern und Jugendlichen sowie im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter in beinahe allen Altersjahren zahlenmäßig die Männer. Grund seien mehr Geburten von Jungen in den entsprechenden Jahrgängen. Für den höheren Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung sei deren höhere Lebenserwartung entscheidend, erklärte das Landesamt weiter.

Ein neugeborenes Mädchen könne heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84 Jahren hoffen, bei den Jungen seien es im Schnitt 79,5 Jahre. Allerdings habe sich die Lebenserwartung der Männer in den letzten Jahrzehnten etwas an die der Frauen angenähert.