Stau im Stuttgarter Synergiepark Unternehmer Lapp kritisiert Verkehrskonzept

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Der weltweit tätige Kabel-Spezialist Lapp sieht Gefahr für seinen Standort im Stuttgarter Synergiepark zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart-Möhringen. Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht er auf das Problem aufmerksam.

Wenn die Staus noch länger werden, ist das Unternehmen im Synergiepark für seine Mitarbeiter und Lieferanten noch schwerer zu erreichen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Wenn die Staus noch länger werden, ist das Unternehmen im Synergiepark für seine Mitarbeiter und Lieferanten noch schwerer zu erreichen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Möhringen - Das hat für Aufsehen gesorgt. Der Möhringer Unternehmer Andreas Lapp hat sich mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Baubürgermeister Peter Pätzold gewandt. Zudem hat das Unternehmen das Schreiben als großflächige Anzeige in den Medien veröffentlicht. Die Betreffzeile ist unmissverständlich: „Gewerbegebiet Vaihingen/Möhringen in Gefahr! Ich bitte um Ihre Hilfe!“

Anlass dafür ist das von der Verwaltung vorgelegte neue Verkehrskonzept für den Synergiepark. In diesem sehen die Experten vor, den ursprünglich geplanten dreispurigen Ausbau der Nord-Süd-Straße zwischen Industriestraße und Vaihinger Straße zu beerdigen (wir berichteten). Und das, obwohl schon heute bekannt sei, dass sich mit der Ansiedlung neuer Unternehmen die Zahl der Beschäftigten spätestens bis 2030 auf dann etwa 40 000 Menschen verdoppele, kritisiert Lapp.

Beschlossen ist das neue Verkehrskonzept noch nicht

Der Unternehmer prophezeit noch mehr Staus in Möhringen, Vaihingen und in Richtung Innenstadt. Damit werde die Erreichbarkeit der Zentrale an der Oskar-Lapp-Straße erheblich eingeschränkt, und zwar sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Lieferanten. So sinke die Attraktivität des Standortes, und es werde immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Zudem spricht Lapp von einem „weiteren Anstieg der Autoabgase durch städtisch geförderten Stau“.

Beschlossen ist das neue Verkehrskonzept freilich noch nicht. Eigentlich hätte es dieser Tage in den Bezirksbeiräten behandelt werden sollen. Für den 2. April war die Abstimmung im Gemeinderat geplant. Doch wegen der Corona-Krise liegen die Pläne nun vorerst auf Eis.

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