Aufgrund einer Aktion der Gruppe „Letzte Generation“ hat sich der Verkehr am Montagnachmittag auf der Bundesstraße 10 gestaut. Die Polizei beendete die Blockade.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Am Montagnachmittag hat sich der Verkehr auf der Bundesstraße 10 von der Wilhelma bis zur Gaisburger Brücke gestaut. Betroffen waren die Spuren in Fahrtrichtung Münster. Der Grund war eine Straßenblockade von Aktivisten. Die Gruppe nennt sich „Letzte Generation“, die Kampagne „Essen retten – Leben retten“.

Laut der Polizei stellten sich am Montag um 15.50 Uhr sechs Personen auf die Fahrbahn. Sie hatten Transparente dabei und bezogen zwischen der Anlegestelle des Neckar Käpt’ns und des Wilhelmaparkhauses Position.

Die Gruppe nennt keinen Versammlungsleiter

Die Polizei bat die Aktivisten mehrfach, einen Versammlungsleiter zu bestimmen, um eine Ansprechperson zu haben. Das tat die Gruppe nicht. Auch gingen sie nicht auf die Aufforderung ein, ihre Kundgebung neben der Fahrbahn fortzusetzen. Schließlich seien sie von der Fahrbahn getragen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Straße sei gegen 16.42 Uhr wieder frei gewesen. Die Gruppe sei friedlich gewesen, verletzt wurde auch niemand.

Thema der Aktivisten ist unter anderem die Lebensmittelverschwendung

Bei der „Letzen Generation“ handelt es sich um eine Gruppe, die ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung fordert. Auch eine sofortige Agrarwende, um die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu senken, gehört zum Katalog ihrer Forderungen. Sie waren in der zurückliegenden Woche schon in Berlin aktiv. Dort und in Hamburg initiierten sie am Montag ebenfalls erneut Blockaden. In Stuttgart waren sie zum ersten Mal aktiv, teilt eine Sprecherin der Gruppe mit.

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