Stauferkreis und Hohenstaufenstadt auf der CMT Von Märklineum bis Mountainbike

Von Lena Hummel und  

Auf der Touristikmesse in Stuttgart werben der Stauferkreis und die Hohenstaufenstadt mit den gleichen, aber eben auch mit einigen unterschiedlichen Angeboten. Göppingen präsentiert sich zudem an anderer Stelle als zuletzt.

Während sich Göppingen  auf der CMT mit  einem neuen Stand an neuer Stelle zeigt, bleiben der Landkreis und die Esa  bewährt rustikal. Foto: / Michael Steinert/Archiv
Während sich Göppingen auf der CMT mit einem neuen Stand an neuer Stelle zeigt, bleiben der Landkreis und die Esa bewährt rustikal. Foto: / Michael Steinert/Archiv

Kreis Göppingen/Stuttgart - Für den zu erwartenden Ansturm sind sie allesamt gerüstet. Rund 200 000 Besucher werden von diesem Samstag an bei der Touristikmesse CMT auf den Fildern in Stuttgart erwartet. Viele von ihnen werden sich auch für die Naherholungsangebote in der Region interessieren. Sowohl beim Landkreis Göppingen, bei der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (Esa), bei der Stadt Göppingen sowie bei den anderen Städten und Gemeinden aus dem Stauferkreis ist man „gewappnet“, sagt Landrat Edgar Wolff.

Er sei jedenfalls davon überzeugt, dass man auf der CMT ein interessantes Angebot und eine gute Nachfrage haben werde. „Die Tourismusförderung im Landkreis hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gesetzt und wird vom Tourismusverband Schwäbische Alb und von der Regio Stuttgart als starker und verlässlicher Partner angesehen“, betont Wolff. An den übergeordneten Themen Wandern, Radfahren, Kultur, Wellness und Genuss halte man deshalb auch fest, fügt er hinzu. Als weiteren „touristischen Hotspot“ freut sich der Landrat darüber hinaus auf das Märklineum.

Göppingen zwischen Porsche und Mercedes-Benz Museum

Demgemäß macht der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till deutlich: „Der diesjährige Messestand der Stadt steht ganz im Zeichen des Märklineums.“ Warum? – Weil Märklin ein Alleinstellungsmerkmal für Göppingen sei. Viele Menschen in der Stadt seien mit Märklin verbandelt, andere einfach stolz auf den „Ausdruck schwäbischen Präzisionshandwerks“. Das Märklineum ist das neue Museum des Spielzeugherstellers. Am 25. Juni soll es am Stammsitz der Firma in der Stuttgarter Straße eröffnen. Dass Modelleisenbahnen tatsächlich ein Publikumsmagnet sind, belegen die Märklin-Tage, die auch im vergangenen Jahr 60 000 Besucher in die Stadt gelockt haben.

Mit der Fokussierung auf das Märklineum geht auch ein Standortwechsel einher. Zwar ist die Hohenstaufenstadt immer noch in Halle sechs unter dem Dach der Region Stuttgart vertreten. Aber nicht mehr im Bereich Entspannung, dessen Fokus auf Erholung und Natur liegt, sondern im Bereich Innovation, genau zwischen Porsche und Mercedes-Benz Museum. „Wir sind einen Gang weiter gerutscht“, sagt Lisa Herr vom städtischen Referat Stadtmarketing und Tourismus.

Auch Uwe Müller, der Leiter des Märklineums, wird an allen neun Messetagen vor Ort sein – mit einem Imagefilm, der zeigt, wie die Arbeiten im Museum vorangehen, mit Vitrinen voller Ausstellungsstücke, und mit einer Jim Knopf-Modellbahn. „Mit dem Lummerland wollen wir zeigen, dass Märklin Generationen verbindet. Das ist auch unser Slogan“, sagt er. und ergänzt: „Egal wie alt – jeder kennt die Dampflok Emma und jeder kennt Jim Knopf. Müller will die CMT nutzen, um das vier Stockwerke hohe und mehr als 3000 Quadratmeter große Märklineum als neues Ausflugsziel zu etablieren.

Drei von sieben Löwentrails für Mountainbiker sind ausgewiesen

Neue Ziele sind aber auch in der Natur entstanden. Denn neben den 15 Löwenpfaden für Wanderer hat der Landkreis jetzt auch die ersten drei von am Ende sieben Löwentrails für Mountainbiker ausgewiesen. die 16,6 Kilometer lange Reußensteinrunde bei Wiesensteig, die Teufelslochrunde bei Gruibingen (29,7 Kilometer) und die Mordloch-Runde bei Geislingen (30,8 Kilometer). Neben der entsprechenden Broschüre auf der CMT gibt es dazu in Kürze auch die entsprechenden digitalen Angebote.

Der Kreis-Tourismusmanager Holger Bäuerle macht deutlich, dass der Weg, bis diese Strecken festgeklopft werden konnten, durchaus mit Konflikten behaftet gewesen sei. „Wir haben in vielen Gesprächen mit Landwirten, Jägern, Wandervereinen und Förstern aber eine Lösung gefunden, mit der alle Seiten zufrieden sein können“, erklärt er. Jetzt gehe es darum, dieses Angebot zu bewerben und letztlich noch auszuweiten. „Für Mountainbiker, ob Anfänger oder Könner, ist aber jetzt schon etwas Passendes dabei“, fügt Bäuerle hinzu. Apropos passend: Bei der Esa können ab sofort auch Elektro-Mountainbikes ausgeliehen werden, um die Löwentrails standesgemäß zu testen.

Großes Lob für Holger Bäuerle und Isabell Noether

Dass in der Arbeit von Holger Bäuerle aber auch im Tun der umtriebigen Esa-Geschäftsführerin Isabell Noether jede Menge Herzblut steckt, unterstreicht neben Landrat Wolff auch der Gruibinger Rathauschef Roland Schweikert, die beide dem Esa-Vorstand angehören: „Was da geleistet wird und wie die Angebote der Gastronomen, der Unternehmen, der Kommunen und der anderen Anbieter zusammengeführt werden, ist einfach hervorragend“, lobt Schweikert.

Um diese Entwicklung fortzusetzen und womöglich noch auszubauen, soll die Esa nach dem Willen des Kreistags eine weitere Stelle schaffen können. Die Details müssen noch geklärt werden – doch jetzt steht erst mal die CMT an.

Heilbäder, Wanderwege und weitere Attraktionen

Die Städte, Gemeinden und Verbände aus dem Kreis Göppingen sind auf der CMT in der Halle 6 vertreten. Die Stadt Göppingen präsentiert sich bei der Regio Stuttgart (6 E 50). Unter einem Dach werben auch die Badgemeinden Boll, Ditzenbach und Überkingen sowie Geislingen, Wiesensteig, die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf und der Stauferkreis (6 C 90). Mit seinen Löwenpfaden ist der Kreis am Eröffnungswochenende zudem in der Halle 9 (9 C 16) vertreten.

Die CMT ist von Samstag, 11. Januar, bis Sonntag, 19. Januar, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte inklusive VVS-Ticket kostet 14 Euro, sofern diese bereits im Vorfeld online gekauft wird. An den Messekassen kostet der Eintritt 15 Euro. Familien-Tickets gibt es für 30 beziehungsweise 32 Euro. Happy-Hour-Karten (ohne VVS) gelten von 15 Uhr an und kosten 7.50 Euro.