Stauferpark in Göppingen Elektro-Bauer bündelt zwei Standorte
Die Unternehmensgruppe bebaut die letzte Fläche für Firmen in dem Göppinger Stadtquartier. 150 Leute sollen in dem Gebäude arbeiten.
Die Unternehmensgruppe bebaut die letzte Fläche für Firmen in dem Göppinger Stadtquartier. 150 Leute sollen in dem Gebäude arbeiten.
Ein Stück Stadtgeschichte kommt zum Ende“, sagte Göppingens Erste Bürgermeisterin Almut Cobet, die in Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters am Dienstag beim Spatenstich in der Steinbeisstraße teilnahm. Das gut 7000 Quadratmeter große Areal, auf dem die Firma Elektro Bauer baut, sei das letzte zusammenhängende Grundstück, das die Stadt auf dem einstigen US-Kasernengelände zu verkaufen hatte
Bauer, eine vor 113 Jahren gegründete Firma mit Hauptsitz im oberbayerischen Buchbach, ist mit 1800 Mitarbeitern und 17 Standorten in Deutschland „eines der größten inhabergeführten Elektrounternehmen des Landes“, wie Cobet betonte. „Das steht für Stabilität und Solidität.“ 150 Mitarbeiter sollen in dem Neubau nördlich der früheren Kapelle einmal arbeiten.
Neu ist das Unternehmen in Göppingen aber nicht, es bündelt dort zwei bestehende Standorte: Nachdem sich 2019 die Bauer-Gruppe zunächst in Eislingen niedergelassen hatte, um Elektrotechnikprojekte im Großraum Stuttgart zu realisieren, kam ein knappes Jahr später die Sparte Schaltanlagenbau in Göppingen hinzu und damit ein komplett neues Geschäftsfeld. Die örtliche Zusammenlegung der beiden Einheiten sei die logische Fortsetzung der Expansion von Bauer in Baden-Württemberg und unterstreiche das nachhaltige Wachstum des Unternehmens in der Region, hieß es. Franz Bauer, der geschäftsführende Direktor und Vorsitzende des Verwaltungsrats, lobt die Wirtschaftsförderung in der Stadt Göppingen. Das bisher großteils asphaltierte Grundstück hatte aber eine Tücke: Die Zauneidechse fühlte sich dort wohl. „Sicher ein possierliches Tierchen, aber nicht, wenn man es auf dem Baugrundstück hat“, sagte Bauer. Man habe jedoch eine Lösung gefunden. Nun könne es losgehen. Anfang 2025 sei der Einzug geplant.
Mit einem symbolischen Spatenstich gaben Vertreter von Bauherr, Architekten, Baufirma und Stadt den Startschuss für den Neubau. Der wird aus einem viergeschossigen, etwa 3300 Quadratmeter großen Bürotrakt und einer 2500 Quadratmeter großen Fertigungshalle bestehen. Und er wird mit einem richtungsweisenden Energiekonzept ausgestattet. Energiequellen sind eine Wärmepumpe, das Nahwärmenetz und eine riesige Photovoltaikanlage. Die Mitarbeiter werden großzügige, offene Flächen vorfinden. Ein „Work-Café“, das als Kommunikationszone die beiden voneinander getrennten Einheiten verbindet, wird der Drehpunkt sein.