Steffen Bilger zur Kritik „Der Brief müsste dem Ministerium vorliegen“
Der CDU-Abgeordnete Steffen Bilger hat beim Fernstraßen-Bundesamt nachgehakt: Die Aufstufung des Autobahnzubringers Backnang-Mundelsheim sei auch formal erfolgt.
Der CDU-Abgeordnete Steffen Bilger hat beim Fernstraßen-Bundesamt nachgehakt: Die Aufstufung des Autobahnzubringers Backnang-Mundelsheim sei auch formal erfolgt.
Kreis Ludwigsburg - Die Aufregung des Verkehrsministers Winfried Hermann über die angeblich noch nicht erfolgte Zusage des Bundes für die Höherstufung des Autobahnzubringers Backnang-Mundelsheim von der L 1115 zur B 328 ist laut Steffen Bilger unnötig. „Der Brief ist am 30. Juni rausgegangen und müsste dem Landesverkehrsministerium vorliegen“, sagt Bilger, für die CDU Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur.
Lesen Sie aus unserem Angebot: Minister sieht sich bei B328 hingehalten
Sicher ist Bilger deshalb, weil er am Freitag extra noch einmal beim Fernstraßen-Bundesamt in Leipzig nachhakte. Möglicherweise gebe es beim Landesverkehrsministerium hausinterne Probleme bei der Weiterleitung, vermutet der Parlamentarische Staatssekretär.
Die Vorwürfe, die Winfried Hermann gegen sein Ministerium erhoben hat, es halte den Bescheid wegen des Stuttgarter Nord-Ost-Rings zurück, weist Bilger zurück. Er selbst habe die Aufstufung aktiv vorangetrieben. Es sei das Landesverkehrsministerium, das bei der ihm obliegenden Planung von Bundesstraßen „oft sehr lange“ brauche. Das habe auch beim Ausbau der B 14 in Backnang für Unmut gesorgt. Das Bundesministerium warte seit Jahren darauf, dass das Land ein Verkehrskonzept für die Bundesstraßen in der Region Stuttgart vorlege.
Das Thema Nord-Ost-Ring betreffe viele Autofahrer, die in Stuttgart im Stau steckenblieben, meint Bilger. „Etwa 21 Prozent der Fahrer wollen gar nicht hinein, sondern nur durchfahren.“ Die Ausweisung der L 1115 als B 29 durch das Landesministerium sei ein „eher unfreundlicher Akt“ gewesen und habe bei der Höherstufung nicht geholfen.