InterviewSteffen Osvaths mobile Galerie stoppt in Stuttgart Ein Wohnwagen im Kunstverein

Von Georg Leisten 

Platz für Kunst ist in der kleinsten Hütte! Steffen Osvath beweist mit seiner mobilen Galerie Microssage im Württembergischen Kunstverein, dass eine Performance in einen Wohnwagen passt.

Steffen Osvath rollt seine Galerie im Wohnwagen an diesem Freitag in das Stuttgarter Kunstgebäude. Zur Eröffnung einer Ausstellung der Künstlermitglieder des Kunstvereins ist darin die Performance „Vom Wolf zum Mops“ zu sehen. Foto: Sven Cichowicz
Steffen Osvath rollt seine Galerie im Wohnwagen an diesem Freitag in das Stuttgarter Kunstgebäude. Zur Eröffnung einer Ausstellung der Künstlermitglieder des Kunstvereins ist darin die Performance „Vom Wolf zum Mops“ zu sehen. Foto: Sven Cichowicz

Stuttgart - Der Künstler Steffen Osvath betreibt die mobile Galerie Microssage. Am Freitag ist der umgebaute Wohnwagen im Württembergischen Kunstverein zu Gast.

Herr Osvath, wie kamen Sie auf die Idee zu Ihrem fahrbaren Ausstellungsraum?

Viele sind nicht mehr bereit, lange Wege auf sich zu nehmen, um Ausstellungen zu besuchen. Deswegen haben wir einen alten Campingwagen umgebaut, der die Kunst zu den Leuten bringt. Seit Mai tourt das Microssage durch den Südwesten und ist jetzt zur Mitgliederausstellung im Württembergischen Kunstverein eingeladen.

Worauf spielt der Name Microssage an?

Darauf, dass die Aktionen nur zur Vernissage laufen. Erfahrungsgemäß ist dann das meiste los.

 Was genau wird zu sehen sein?

Pola Polanski und Hannelore Kober zeigen ihr Gemeinschaftsprojekt „Vom Wolf zum Mops“. An den Wänden hängen Polanskis Gemälde von Hunden beziehungsweise Möpsen. Kober wird dazu eine Performance aufführen, bei der sie sich als Wolf verkleidet und auf allen vieren umherläuft.

Der Anhänger ist nur wenige Quadratmeter groß. Was reizt Künstler daran, diesen Raum zu nutzen?

Die Herausforderung, auf die Enge reagieren zu müssen. Meine Kollegin Gabrielle Zimmermann hat einmal einen temporären Extraraum in das Microssage hineingebaut, um zu demonstrieren, dass es sogar noch kleiner geht.

Haben Sie keine Angst, dass es am Freitag zu voll bei Ihnen wird?

Eigentlich nicht, denn durch die vergrößerten Fenster ist alles auch von außen einsehbar.

Info zur Ausstellung

Die Performance „Vom Wolf zum Mops“ im Württembergischen Kunstverein ist an diesem Freitag um 19 Uhr im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Könnte aber doch“ zu sehen, die Arbeiten von rund 300 Mitgliedern des Kunstvereins zeigt. „Könnte aber doch“ bespielt das Kunstgebäude (Schlossplatz 2) bis zum   22. September.

23. August, 19 Uhr, Schlossplatz 2. www.microssage.de