Steinenbronn Technischer Ausschuss stimmt für Schießanlage

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Die Firma Euroshot will von Bernhausen nach Steinenbronn umziehen und hat deshalb eine Bauvoranfrage für ein Waffengeschäft mit angeschlossener Schießanlage gestellt. Die Gemeinderäte beschieden die Anfrage nun positiv.

Weil die Firma Sitting Bull nicht mehr alle Etagen benötigt, will sich die Firma Euroshot mit einem Waffengeschäft und einer Schießanlage einmieten. Foto: Malte Klein
Weil die Firma Sitting Bull nicht mehr alle Etagen benötigt, will sich die Firma Euroshot mit einem Waffengeschäft und einer Schießanlage einmieten. Foto: Malte Klein

Steinenbronn - In der Gemeinde Steinenbronn hat sich offenbar herum gesprochen, dass ein Waffengeschäft mit Schießstand in ein Gebäude an der Gewerbestraße einziehen will. „Es kursieren dazu Ammenmärchen“, berichtete Roland Kißling (Freie Wähler) während der Sitzung des Technischen Ausschusses am Dienstag. Es gebe die Befürchtung, dass es zu Lärmbelästigung komme. „Wir haben das Thema schon nichtöffentlich vorberaten. Es hört sich aber schlimmer an, als es ist“, bemerkte Kißling.

Die Firma Euroshot hat bei der Gemeinde eine Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung gestellt, über die die Räte entschieden. Euroshot möchte Teile des derzeit noch komplett von der Firma Sitting Bull belegten Hauses in der Gewerbestraße nutzen, um dort ein Waffengeschäft und eine Schießanlage zu betreiben. Weil das Möbelhaus keinen Großhandel mehr betreibt, werden zwei Stockwerke in dem Gebäude frei. Darin möchte das Unternehmen Euroshot einziehen. Derzeit betreibe man ein Waffengeschäft in Bernhausen, sei dort aber räumlich sehr eingeengt und habe keinen Schießstand, sagte Hans Bek, der Inhaber und Geschäftsführer von Euroshot. „Die Ammenmärchen können wir abbauen. Wir haben nichts zu verbergen und werden auch einen Tag der offenen Tür anbieten“, sagte Bek. Außerdem sei nicht mit Lärm zu rechnen. „Dadurch, dass wir die Anlage in den Keller einbauen wollen, wird kein Lärm nach außen dringen“, gab Bek Auskunft. Das einzige, was man hören werde, sei eine Absaugeanlage für die bleihaltige Luft. Doch die lasse sich dämmen. Bek sagte, dass sich die Schießanlage an die Jägerschaft, die etwa das Bewegungsschießen trainieren könne, Behörden und Sportschützen richte. Dort dürfe man generell nur mit einer Waffenbesitzkarte schießen.

Anbau im Kellergeschoss

Der Schießstand soll 50 Meter lang sein. Weil aber der Keller derzeit nur 48 Meter misst, müssen insgesamt zehn Meter angebaut werden. Wolfgang Miller (CDU), der stellvertretende Bürgermeister, wunderte sich, dass die Verlängerung des Kellers im Technischen Ausschuss besprochen wird. Steinenbronns Bürgermeister Johann Singer sagte, dass das Ortsbauamt das so entschieden habe. Schließlich komme es dadurch zu einer Baufensterüberschreitung.

Die Gemeinderäte beschieden die Bauvoranfrage einstimmig positiv. Singer fragte, wie viele Arbeitsplätze durch den Umzug in Steinenbronn entstehen sollen. „Wir haben sieben Arbeitsplätze“, sagte Bek. Er gab nach der Sitzung Auskunft, dass seine Firma einen Bauantrag beim Landkreis gestellt hat. Euroshot wolle gerne noch in diesem Jahr nach Steinenbronn ziehen.