Steinenbronn Trauergäste hoffen auf schnelle Lösung

Von Ursula Vollmer 

In der Aussegnungshalle Steinenbronn ist die Heizung defekt - Zumutung besonders für ältere Leute.

Der Ganz zu einer Trauerfeier kann in Steinenbronn zu einer frostigen Angelegenheit werden. Foto: Ursula Vollmer
Der Ganz zu einer Trauerfeier kann in Steinenbronn zu einer frostigen Angelegenheit werden. Foto: Ursula Vollmer

Steinenbronn - Der Gang zu einer Trauerfeier ist zwar generell kein Vergnügen, in Steinenbronn kann daraus aber eine regelrecht frostige Angelegenheit werden. „Die Heizung in der Aussegnungshalle fällt nun schon das dritte Jahr in Folge aus“, mahnte Otto Elsäßer während der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut Handlungsbedarf an. Der Vertreter der Freien Wähler hatte schon mehrfach – zuletzt in der Ratssitzung im Dezember – auf das Problem der defekten Fußbodenheizung hingewiesen. Zuletzt äußerte er sich enttäuscht über eine nach wie vor fehlende Planungsperspektive.

Der Steinenbronner Kämmerer Hans-Dieter Bär hatte im Dezember zugesagt, sich der Sache anzunehmen und in Abstimmung mit dem Ortsbaumeister mögliche Alternativen zu prüfen. Auf Nachfrage erklärte Bär nun, sobald innerhalb der Verwaltung Klarheit herrsche, werde der Sachverhalt dem Technischen Ausschuss vorgelegt. Als Zeitrahmen gehe er von „einer der nächsten Sitzungen“ aus.

Elsäßer und die Fraktionsvorsitzende Gitta Obst hatten im Gremium übereinstimmend von einer Zumutung vor allem für ältere Menschen gesprochen. In der Gemeinde sei es durchaus noch üblich, einem verstorbenen Steinenbronner das letzte Geleit in großer Zahl zu geben. Bei entsprechenden Temperaturen müssten in der Aussegnungshalle aber frierende Trauergäste hinter sichtbaren Atemwolken ausharren. Daran änderten auch vorab aufgestellte Propangasstrahler nichts, die allenfalls für unangenehmen Gasgeruch sorgten, während sich die Wärme unter das Dach verflüchtige.

Die Gestaltung der Halle, für deren Nutzung ein Pauschalbetrag von 150 Euro fällig wird, findet Gitta Obst architektonisch recht gelungen. Allerdings müsse nun sowohl die Heizanlage, die unter einem Belag aus Pflastersteinen liegt, repariert als auch die Fensterfront saniert werden. Um das notwendige Ausmaß abschätzen zu können, hält Elsäßer einen Besichtigungstermin vor Ort für geboten.

Beide Ratsmitglieder sind sich einig, dass der komplette Austausch der Fußbodenheizung die Gemeindekasse überstrapazieren würde. Deshalb solle nach Alternativen wie etwa einer Bankheizung Ausschau gehalten werden. Die Angelegenheit sei seit langem verschleppt worden, nun gelte es endlich Abhilfe zu schaffen, fordern die beiden Räte. Denn preis günstiger werde eine anstehende Reparatur durch weiteres langes Zuwarten erfahrungsgemäß nicht.