Stella-Roller auf den Fildern E-Roller fahren nicht überall gute Zahlen ein

Von Theresa Ritzer 

Seit Sommer 2016 kann man sich in elf Stuttgarter Stadtbezirken Elektroroller ausleihen. In Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart-Hohenheim wird das Angebot allerdings nur schlecht angenommen. Doch es gibt auf den Fildern auch ein Positivbeispiel.

Derzeit sind die blauen Leihroller eingemottet. Die neue Saison beginnt voraussichtlich im März 2019. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Derzeit sind die blauen Leihroller eingemottet. Die neue Saison beginnt voraussichtlich im März 2019. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Filder - Für die nächsten Monate stehen die blauen Stella-Roller im Winterquartier. Generell sind die Stadtwerke Stuttgart, die die Elektroroller zur Verfügung stellen, zufrieden damit, wie das Angebot in diesem Jahr angenommen worden ist. Die diesjährige Saison sei gut verlaufen, sagt Karoline von Graevenitz. Der Sprecherin der Stadtwerke Stuttgart zufolge hätten in diesem Jahr 11 000 Menschen das Angebot genutzt, einen Stella-E-Roller zu leihen. „So viele, wie noch nie“, sagt von Greavenitz.

Deshalb habe man dieses Jahr die Roller-Flotte vergrößert. Statt 75 blauen Zweisitzern im Retrodesign der 1950er Jahre stellen die Stadtwerke nun 100 davon zur Verfügung.

Doch die Roller haben nicht in allen Gebieten erfreuliche Zahlen eingefahren. Seit Sommer 2016 können die mit Ökostrom betriebenen Roller in elf der insgesamt 23 Stuttgarter Stadtbezirke gemietet werden. Das Angebot gilt unter anderem für Degerloch und Sillenbuch sowie für die beiden Unistandorte Stuttgart-Vaihingen und Hohenheim. „Diese letzten zwei Bezirke haben wir dazu genommen, weil wir davon ausgingen, dass das Angebot dort aufgrund der Universitäten gut läuft“, sagt von Graevenitz. Doch das habe sich leider nicht erfüllt.

Trotz Uni: Angebot wird nur schlecht benutzt

Insbesondere die Zahlen für Hohenheim sind vergleichsweise niedrig. Nach Hohenheim fuhren die Roller 201-mal, aus Hohenheim heraus waren es sechs Fahrten weniger. Innerhalb Hohenheims registrierten die Stadtwerke in der vergangenen Saison 184 Fahrten. Die Zahlen für Stuttgart-Vaihingen sehen mit jeweils etwa 320 Fahrten in den Stadtbezirk hinein und aus ihm heraus besser aus. „Doch lohnen tut sich auch das nicht“, sagt von Greavenitz.

In Stuttgart-Degerloch sieht es besser aus

Anderes gilt für Degerloch: Dort zählten die Stadtwerke über 1400 Fahrten, die aus dem Stadtbezirk hinein führten, und weitere 1400, die wieder hinaus führten. Innerhalb Degerlochs kamen die Stella-Roller 423-mal zum Einsatz. Sillenbuch fällt im Vergleich mit Degerloch ab. Nach Sillenbuch fuhren 468 Nutzer, gestartet sind von dort drei weniger.

Insgesamt legten die blauen E-Roller in dieser Saison 360 000 Kilometer zurück, die meisten davon in der Stuttgarter Innenstadt. Dort funktioniere das Leihsystem am besten, erklärt die Sprecherin der Stadtwerke. In den Randgebieten sieht Karoline von Graevenitz ein spezielles Problem: „Einer fährt einen Roller dorthin, und dann dauert es lange, bis ihn jemand dort wieder wegfährt“, erklärt sie. Die Roller bleiben also am Stadtrand hängen.

Bleibt das Angebot auch in Randgebieten?

Doch obwohl die Zahlen in den Randgebieten deutlich schlechter sind als die in der Innenstadt, sind die Stadtwerke zufrieden damit, wie das Angebot angenommen wird. „Die Roller sind ziemlich gut ausgelastet“, sagt von Greavenitz. Auf weitere Stadtbezirke ausweiten werde man das Angebot in der nächsten Zeit allerdings nicht. „Doch auch, wenn sich manche Stadtteile leider nicht lohnen, werden wir sie dennoch beibehalten“, sagt von Greavenitz. Voraussichtlich im März des kommenden Jahres bricht die nächste Saison für die Stella-Roller an.

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