In Plieningen ist die Idee aufgekommen, das Parkkonzept der Nachbarkommune Leinfelden-Echterdingen zu kopieren. Die Probleme seien wegen des Flughafens ähnliche.

Seit Parken an der Uni Hohenheim kostet, also seit November 2020, herrscht dort dicke Luft. Um die Parkgebühren zu umgehen, stellen Studierende und Unimitarbeiter immer häufiger ihr Fahrzeug in Wohnstraßen in Birkach und Plieningen ab. Zum Leidwesen der dortigen Anwohner.

Der Bezirksbeirat Plieningen will deshalb auf Initiative der Freien Wähler und der CDU prüfen lassen, ob das in Leinfelden-Echterdingen eingeführte Parkraummanagement als Vorbild dienen könnte. Einen Antrag an die Stadtverwaltung hat der Bezirksbeirat jetzt mehrheitlich verabschiedet.

Ähnliche Probleme wie Leinfelden-Echterdingen

„Plieningen hat ähnliche Problem wie Leinfelden-Echterdingen“, erklärte der Bezirksbeirat Julian Körbel (Freie Wähler). Im Filderbezirk kommt als negative Rahmenbedingung zum gestiegenen Parkdruck durch die Universität die direkte Anbindung an den Flughafen wie in Leinfelden-Echterdingen hinzu. Die Airport-Anrainer leiden seit jeher unter Autos, die von Flugreisenden tage- und wochenlang in Wohnstraßen abgestellt werden, um die teuren Parkgebühren zu vermeiden. Die Initiatoren des Plieninger Antrags versprechen sich von einem Parkraumkonzept nach Vorbild von Leinfelden-Echterdingen eine abschreckende Wirkung auf Langzeitparker.

Das dortige Konzept sieht in Zonen mit sehr hohem Parkdruck vor, dass mit einer Parkscheibe weiterhin jeder sein Auto vier Stunden rund um die Uhr abstellen darf. Beschäftigte, deren Arbeitsplatz im Bewohnerparkgebiet liegt, können mit Ausweis und Parkscheibe bis zu zehn Stunden parken. Der Bewohnerparkausweis, der das uneingeschränkte Parken erlaubt, kostet in Leinfelden-Echterdingen im Jahr 30 Euro, der Beschäftigtenausweis 90 Euro pro Jahr.

Der Bezirksbeirat Birkach hat sich im Doppelgremium dem Antrag nicht angeschlossen. Hier will man die Ergebnisse einer Untersuchung der Stadt abwarten, mit der der tatsächliche Parkdruck im Umfeld der Uni Hohenheim ermittelt werden soll.