Die Gegner einer Schanzacker-Bebauung bleiben sich treu. Sie kämpfen nicht nur seit Bekanntwerden entsprechender Überlegungen der Landesregierung gegen eine Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) für Flüchtlinge, sie haben sich jetzt auch gegen eine Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Gelände ausgesprochen. Sollte ein Entwurf zur Änderung des Regionalplans so umgesetzt werden, wie er aktuell vorgelegt wurde, würden regionale Grünzüge – und damit auch der Schanzacker – für Windkraft- und PV-Anlagen geöffnet, so die Befürchtung der Bürgerinitiative GGLTA (Gemeinsam gegen Lea Tamm Asperg). Möglich wäre dies laut Landesplanungsgesetz aus Gründen „des überragenden öffentlichen Interesses und der öffentlichen Sicherheit sowie der besonderen Bedeutung der erneuerbaren Energien.“
In einer Stellungnahme bezog der Verein für Umweltschutz und Heimatpflege im Landkreis Ludwigsburg (VUH), der aus der Bürgerinitiative hervorgegangen ist, klare Position gegen die Pläne. Ziel sei es, jegliche Bebauung des Schanzackers zu verhindern. Die Bürgerinitiative werde sich „mit maximalem Widerstand gegen jeden Vorhabenträger engagieren, der den Schanzacker in seiner bestehenden Form zu beeinträchtigen beabsichtigt. Dieses Engagement ist im Übrigen auf Dauer angelegt“, so die unmissverständliche Ansage.
Bereits vor rund 15 Jahren habe man erfolgreich die Ausweisung eines Gewerbegebiets an dieser Stelle verhindert, woraufhin der Schanzacker im Regionalplan 2009 den rechtlichen Schutzstatus eine regionalen Grünzugs erhalten habe. Deshalb sei auch der immer wieder zu hörende Vorwurf unzutreffend, es gehe nur darum, einer Lea an dieser Stelle einen Riegel vorzuschieben. Vielmehr solle der Schanzacker frei von jeglicher Bebauung bleiben.