Stellungnahme der StZ Berichte zum Abriss des Südflügels

Von StZ 

Leser haben uns darauf hingewiesen, in Ausgaben vom Donnerstagabend bereits über spätere Ereignisse informiert worden zu sein. Eine Stellungnahme.

 Foto: dpa
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Stuttgart - Einige Leserinnen und Leser der Stuttgarter Zeitung haben darauf hingewiesen, in Ausgaben vom späteren Donnerstagabend bereits Ereignisse rund um den Abriss des Südflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof geschildert bekommen zu haben, die erst in der Nacht auf Freitag tatsächlich eingetreten waren. Fakt ist: Die Polizei hat den Einsatz am Südflügel seit vielen Wochen und Monaten vorbereitet. Bereits im Laufe des Donnerstags sind die Kräfte (ingsesamt rund 1900 Beamte, teilweise auch aus anderen Bundesländern) in Stuttgart zusammengezogen und in Marsch gesetzt worden. Sprich: Am Hauptbahnhof sichtbar begonnen hat der Einsatz erst nach Mitternacht. De facto lief die Aktion allerdings bereits wesentlich früher an. Über entsprechende Informationen haben auch die Kritiker und Gegner des Abrisses verfügt.

Der Zeitplan für die Aktion stand also fest. Die Stuttgarter Zeitung war zudem aus verschiedenen Quellen (Polizei, Parkschützer, Reporter vor Ort) zu jeder Zeit über den Stand der Dinge informiert und hat diese Informationen durch den Spätdienst in die jeweils aktuellen Andrucke im Laufe des Abends einfließen lassen. In allen Ausgaben der StZ ist der Hauptbericht im Lokalteil mit entsprechender Zurückhaltung formuliert worden. Dabei wird keineswegs vorgespiegelt, dass bestimmte Ereignisse, die erst später passieren sollten, bereits abgelaufen sind.

Einzuräumen ist, dass eine für die Seite 1 der StZ vorbereitete Meldung, die erst in der Nacht in Druck gehen sollte, durch einen Fehler der Redaktion zu früh ins Blatt gelangt ist. Solche Meldungen vorzubereiten ist bei absehbaren Ereignissen gängige Praxis in allen Zeitungsredaktionen. Dies ermöglichst es, dann möglichst schnell reagieren zu können und die Leser der Zeitung am anderen Morgen auf einen möglichst aktuellen Stand zu bringen. Im aktuellen Fall spielt der Fehler für jeden Leser, der die Zeitung wie gewohnt am Morgen erhalten hat, keine Rolle. Trotzdem bedauern wir das Versehen.