Der Ortsverband der Grünen Asperg hat in einer Pressemitteilung die Ludwigsburger Landtagsabgeordnete Silke Gericke und die Bundestagsabgeordnete Sandra Detzer kritisiert. Hintergrund ist eine gemeinsame Mitteilung der beiden Parlamentarierinnen zur Landeserstaufnahmestelle auf dem Schanzacker.
Dass die Asperger Grünen sich klar gegen den bisher vorgesehenen Aufbau der Lea positionieren, hatten sie bereits im Mai 2023 in einer gemeinsamen Erklärung mit den Ortsverbänden Tamm und Ludwigsburg klar gemacht. Auch in der Mitteilung jetzt appellieren sie an die Verantwortlichen, „die Pläne endlich aufzugeben und gemeinsam nach kleinteiligen Lösungen zu suchen“. Die „markigen Worte“ der beiden Abgeordneten zur „Unausweichlichkeit“ der Lea-Errichtung auf dem Schanzacker brächten die Debatte nicht voran, „sondern spalten nicht nur die Grünen im Kreis, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger“.
Nach Ansicht von Gericke und Detzer ist eine Bebauung dann unausweichlich, wenn es keine Vorschläge für Alternativen gibt – auch mehrere kleinere Standorte seien denkbar. Diese Lösung sieht auch der Ortsverband als die bessere an. Nur diese Art der Unterbringung stelle humanitäre Hilfe dar.
Bleibt die Frage, wer diese Alternativen finden muss. Die beiden Parlamentarierinnen sehen das als Pflicht des Ludwigsburger Landrats Dietmar Allgaier. Hier widersprechen die Asperger deutlich: „Statt der CDU-Ministerin (Justizministerin Marion Gentges, Anm. d. Red.), die dies alles zu verantworten hat, einmal deutlich zu signalisieren, wo ihre Aufgabe liegt, wird der Schwarze Peter dem Landrat zugeschrieben“, heißt es in der Pressemitteilung.
In einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung versicherte Silke Gericke, die Ministerin Marion Gentges bei der „Kraftanstrengung“ zu unterstützen, Erstaufnahmeplätze für Flüchtlinge zu schaffen.