Der Oktober bringt ein Himmelsspektakel: Der Neumond streift die Sonnenscheibe und bedeckt ein paar Prozent ihrer Fläche. Wir verraten, um wie viel Uhr die partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober stattfindet.

Herausragendes Himmelsereignis im Oktober ist die partielle Sonnenfinsternis am Dienstag, 25. Oktober, die in den frühen Mittagsstunden von ganz Deutschland aus zu beobachten ist. Exakt um 12.49 Uhr tritt die Neumondphase ein. Da der Mond am folgenden Tag die scheinbare Sonnenbahn von Nord nach Süd überquert, streift er die Sonnenscheibe und bedeckt ein paar Prozent ihrer Fläche. Beginn und Bedeckungsgrad sind ortsabhängig. In Stuttgart werden zur Mitte der Finsternis 21,5 Prozent der Sonnenscheibenfläche vom dunklen Neumond bedeckt. Die Finsternis beginnt um 11.13 Uhr und endet um 13.11 Uhr Sommerzeit. Die nächste von Deutschland aus beobachtbare Sonnenfinsternis findet am 29. März 2025 statt.

Jupiter überstrahlt alle

Am Sonntag, 30. Oktober, endet die Sommerzeit. Die Uhren sind um 3 Uhr MESZ auf 2 Uhr MEZ zurückzustellen. Vollmond wird am 9. um 22.55 Uhr erreicht, wobei der Mond im Sternbild der Fische steht. Mit Einbruch der nun immer früher einsetzenden Dunkelheit sieht man bereits hoch im Osten den hell glänzenden Jupiter. Der Riesenplanet wandert durch das Sternbild der Fische und übertrifft alle Sterne und Planeten an Helligkeit. Vom Morgenhimmel beginnt Jupiter sich zurückzuziehen. Am 8. Oktober erhält der Riesenplanet Besuch vom fast vollen Mond.

Mars nimmt kräftig an Helligkeit zu

Saturn im Sternbild Steinbock ist Planet der ersten Nachthälfte. Der Ringplanet geht am 1. kurz vor drei Uhr morgens unter, Ende Oktober aber schon eine Viertelstunde vor Mitternacht. In der Nacht vom 5. auf 6. wandert der zunehmende Mond rund vier Grad südlich an Saturn vorbei. Mars im Sternbild Stier geht Anfang des Monats kurz vor 22 Uhr auf, am Monatsende schon wenige Minuten nach sieben Uhr abends. Der eiskalte Wüstenplanet nimmt kräftig an Helligkeit zu.

Venus hat ihre Morgensternperiode beendet. Sie läuft der Sonne im Tierkreis nach. Am 22. Oktober holt sie die Sonne im Sternbild Jungfrau nahe der Grenze zur Waage ein. Von der Erde aus betrachtet steht sie dann hinter der Sonne, allerdings nicht genau: Rund zwei Vollmondbreiten wandert sie nördlich an der Sonne vorbei. Dies entspricht dem doppelten Sonnendurchmesser. Diese Konstellation wird in der Fachsprache der Astronomie „obere Konjunktion“ genannt. Dabei erreicht Venus mit 257 Millionen Kilometer ihren größten Abstand von der Erde. Im Dezember wird man Venus bald nach Sonnenuntergang am westlichen Abendhimmel erspähen können.

In drei Monaten läuft Merkur einmal um die Sonne

Merkur bietet im Oktober die günstigste Morgensichtbarkeit des ganzen Jahres. Die beste Zeit, den sonnennächsten und kleinsten Planeten zu erspähen, sind die Tage vom 10. bis 16. Oktober. Am 10. geht der flinke Planet zehn Minuten vor sechs Uhr morgens auf. Bis 16. verspäten sich die Merkuraufgänge um eine halbe Stunde. Kurz vor sieben Uhr verblasst der Benjamin der Planeten in der zunehmenden Morgenhelle. Nur knapp drei Monate benötigt Merkur, um einmal um die Sonne zu laufen. Seine von Kratern übersäte Gesteinsoberfläche heizt sich tagsüber auf über 400 Grad Celsius auf. In der 88 Tage langen Merkurnacht sinkt die Temperatur auf minus 180 Grad ab.

Die Andromedagalaxie ist zu sehen

Der Himmels-W, die Königin Kassiopeia, ist hoch im Nordosten zu erkennen. Die mittlere Spitze des Sternen-W’s deutet ungefähr auf den Polarstern. Der Große Wagen ist tief im Norden, nahe dem Horizont zu entdecken. Der Polarstern markiert das Deichselende des Kleinen Wagens, der viel schwerer zu erkennen ist als der Große, weil seine Sterne viel lichtschwächer sind.

Das Herbstviereck steht hoch im Süden. Man nennt es Pegasusquadrat, weil es das Herzstück des Sternbildes Pegasus bildet. An der Nordostecke des Herbstvierecks hängt die Sternenkette der Andromeda. Der Mythologie nach ist die Prinzessin Andromeda die Tochter der eitlen Königin Kassiopeia. Bei guten Sichtverhältnissen kann man schon mit bloßen Augen die Andromedagalaxie als schwaches Lichtfleckchen ausmachen. Sie ist unsere Nachbargalaxie, die sich aus rund 400 Milliarden Sonnen zusammensetzt. Zweieinhalb Millionen Jahre ist das Licht dieser Sonnen zu uns unterwegs.