Sternwarten Weil der Stadt/Leonberg Mondfinsternis: 104 Minuten Naturspektakel

Von Melina Ley 

Am Freitag gibt es die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts.

Im Januar war in Japan eine Mondfinsternis zu sehen. Foto: AP
Im Januar war in Japan eine Mondfinsternis zu sehen. Foto: AP

Weil der Stadt/Leonberg - Wenn die Erde exakt zwischen Mond und Sonne liegt, dann wirft die Erde auf den Mond einen großen Schatten. Ein Naturspektakel ist das, bei dem der Mond in blutrotem Licht erscheint. Dieses Ereignis ergibt sich im Durchschnitt nur alle 15 Jahre. Und am kommenden Freitag, 27 Juli, gibt es die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts.

In Weil der Stadt, dem Geburtsort von Johannes Kepler, ist das ein Grund für zwei außergewöhnliche Veranstaltungen. Eine Mondwanderung führt auf den Predigtplatz, um dort oben die 104 Minuten lange Mondfinsternis zu bewundern. Interessierte treffen sich um 19.30 Uhr am Friedhof (Parkplatz bei der Aussegnungsstelle). Der Heimatverein und die Kepler-Gesellschaft wandern dann, von Literatur und Musik begleitet, zum Predigtplatz. Das Ende ist gegen 23 Uhr geplant. Den Rückweg bestimmt jeder Teilnehmer selber, deswegen sollte jeder eine Taschenlampe mitbringen.

Der Blick durchs Teleskop

Die Johannes-Kepler-Sternwarte am Gymnasium (Max-Caspar-Straße) öffnet für dieses Naturspektakel um 20.30 Uhr. Dabei sehen die Besucher bei guter Sicht nicht nur die Mondfinsternis durch das Teleskop, sondern zeitweilig auch die Planeten Jupiter, Mars und Saturn. Der Mond wird an diesem Abend übrigens sehr klein erscheinen, weil er circa 406 000 Kilometer von der Erde entfernt sein wird – 46 000 Kilometer mehr als an anderen Abenden.

Besucher der Sternwarte Höfingen können das Spektakel von 20.30 Uhr an beobachten. Zu diesem ungewöhnlichen Ereignis, das es durchschnittlich nur alle 15 Jahre gibt, kommt es, wenn die Erde exakt zwischen Mond und Sonne liegt und die Erde einen großen Schatten auf den Mond wirft. Bei seinem Aufgang kurz nach 21 Uhr ist der Mond bereits in den Kernschatten eingetreten, den er erst um 0.19 Uhr wieder verlassen wird. Die völlige Verfinsterung dauert von 21.30 bis 23.14 Uhr.




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