Steve Jobs Tim Cook - ein Veteran

Wirtschaft: Andreas Geldner (age)
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Einfachheit und Funktionalität, aber dennoch elegantes Design waren sein Credo. Der Apple-Chef hat aber im Laufe der Jahre, seitdem er nach einem mehrjährigen Zwischenspiel im Jahr 1997 wieder an die Spitze von Apple rückte, auch ein kreatives Team um sich herum aufgebaut, dessen Entscheidungen er vertraute.

Auch der künftige Apple-Chef Tim Cook ist ein solcher Veteran, der schon 13 Jahre dabei ist. Schon während der gesundheitsbedingten, längeren Abwesenheiten von Jobs führte er das Tagesgeschäft geräuschlos weiter. Dennoch wird Apple ohne das Charisma von Jobs eine andere Firma sein. Wenn es zu Konflikten kam, hatte er unumstritten das letzte Wort.

Mit seinem schwarzen Rollkragenpullover, den verwaschenen Jeans und seinem leidenschaftlichen, aber lockeren Auftreten war er bis zuletzt das dominierende Gesicht von Apple. Zunehmend mager und ausgezehrt wirkend, ließ sich Jobs bis zuletzt keine Produktvorstellung nehmen.

Jobs wird weiter Einfluss geltend machen

Wirtschaftlich gesehen, hat Jobs sich den richtigen Zeitpunkt ausgesucht. Apple geht es bestens. In diesem Monat war das Unternehmen aus Kalifornien am Aktienmarkt vor Exxon kurzzeitig sogar die wertvollste Firma der Vereinigten Staaten. Neue, noch von Jobs angestoßene Produkte wie eine für diesen Herbst erwartete, leistungsfähigere Version des I-Phone sind bereits in der Pipeline.

Als Chef des Aufsichtrats wird Jobs weiter seinen Einfluss geltend machen. Der Nachfolger Tim Cook ist eine bekannte Größe. Und nicht zuletzt war seit Monaten abzusehen, dass sich die Ära Jobs zu Ende neigte. Dass die Apple-Aktie nach der Ankündigung rasch etwa fünf Prozent an Wert verlor, ist angesichts der überragenden Bedeutung von Jobs ein noch vergleichsweise maßvoller, eher emotional begründeter Abschlag gewesen.

 

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