Stiftskirche Stuttgart Darum steht die Turmuhr seit Tagen auf kurz vor fünf

Von Sabrina Höbel 

Wer diese Woche in der Innenstadt unterwegs war, hat sich beim Blick auf die Turmuhr der Stiftskirche vielleicht schon gewundert. Seit Tagen zeigt eines der Ziffernblätter durchgehend eine falsche Uhrzeit an. Wir haben nachgefragt, was dahintersteckt.

Seit Dienstag steht die Turmuhr der Stiftskirche auf kurz vor fünf Uhr. Foto: Siri Warrlich
Seit Dienstag steht die Turmuhr der Stiftskirche auf kurz vor fünf Uhr. Foto: Siri Warrlich

Stuttgart - Ein Blick auf die Turmuhr der Stuttgarter Stiftskirche hat bei dem ein oder anderen in den letzten Tagen vielleicht schon für Verwirrung gesorgt. Seit Tagen ist es auf dem Ziffernblatt, das in Richtung Markthalle zeigt, durchgehend kurz vor fünf Uhr. Der Pfarrer der Stiftskirche Matthias Vosseler vermutet, dass ein Fehler in der Mechanik der Uhr dahinter steckt.

„Vielleicht ist eine Achse gebrochen“, vermutet der Pfarrer. Die Elektronik der Uhr funktioniere jedenfalls noch. Dass an der Turmuhr mal etwas kaputt geht, passiere laut Vosseler immer mal wieder. Ein kompletter Stillstand komme allerdings nur alle ein bis zwei Jahre vor.

Am Freitag soll die Uhr wieder laufen

Die gute Nachricht ist, dass das zweite Ziffernblatt der Turmuhr noch die korrekte Uhrzeit anzeigt. Auch der Stundenschlag sei von der Panne nicht betroffen, wie der Pfarrer sagt. Seit Dienstag, 12. November, stehe die Uhr schon. „Es ist nicht so leicht, so eine alte und komplexe Turmuhr zu reparieren. Das können nicht viele Menschen“, sagt Vosseler. Am Freitag naht aber Hilfe. Eine Spezialfirma wird die Uhr unter die Lupe nehmen und im besten Fall direkt wieder ins Laufen bringen.

„Die Uhr ist ein Teil der Innenstadt“, sagt Vosseler. Er selbst schaue immer dorthin, wenn er über den Schillerplatz laufe. Die Uhr mitsamt des Glockenspiels könne deshalb auch eine große Öffentlichkeit erreichen und Zeichen setzen. Am globalen Klimastreik am 20. September etwa wurden die Glocken der Stiftskirche symbolisch um fünf vor zwölf Uhr geschlagen. Man wollte den Menschen sagen: „Die Welt als Schöpfung Gottes ist gefährdet. Wenn wir so weiter machen, ist es aus“, sagt der Pfarrer.

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