Stimmen zu 1. FC Heidenheim gegen TSG Hoffenheim Frank Schmidt: „Wie im falschen Film“

Verstand nach der unglücklichen Niederlage die Welt nicht mehr: FCH-Trainer Frank Schmidt. Foto: IMAGO/Sven Simon/IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Der 1. FC Heidenheim hat sein erstes Bundesliga-Heimspiel in der Vereinsgeschichte denkbar unglücklich verloren. Wir haben die Reaktionen zum 2:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Der 1. FC Heidenheim hat seine Bundesliga-Heimpremiere gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Voith-Arena nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren. Wir haben die Stimmen der Beteiligten.

 

Frank Schmidt (Trainer des 1. FC Heidenheim): „Wir haben von der ersten Sekunde an gezeigt, was unsere DNA ist. Aber am Ende komme ich mir vor wie im falschen Film. Wir haben lange Zeit ein unfassbar gutes Spiel gemacht, und ich wäre nicht einmal mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Bis zum Gegentreffer zum 2:1 haben wir sogar fast alles richtig gemacht. Wenn das 3:0 fällt, wäre es eine Vorentscheidung gewesen. Was wir verbessern müssen, zeigte die letzte Viertelstunde: Es sind die Punkte Übersicht, Ruhe, Kontrolle. Wir spielen aber schon am Freitag in Dortmund, wir dürfen nicht lange an uns zweifeln. Denn da kommt in dieser Dimension etwas Neues auf uns zu. Wir werden uns mit allem, was wir haben, wehren.“

Pellegrino Matarazzo (Trainer der TSG 1899 Hoffenheim): „Wir haben sehr lange gebraucht, um unserer Leistung abzurufen. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Offensive vergessen. Durch die Spielerwechsel kam mehr Energie, mehr Zug in unser Spiel, dadurch haben wir das Spiel gedreht. Das spricht für unsere Gruppe.“

Niklas Beste (Mittelfeldspieler des 1. FC Heidenheim): „Es ist für mich unerklärlich, dass wir dieses Spiel innerhalb einer Viertelstunde aus der Hand gegeben haben. Vergangene Saison haben wir solche Spiele gedreht, jetzt läuft es gegen uns. Das ist sehr, sehr ärgerlich, aber daraus müssen wir lernen.“

Kevin Müller (FCH-Torwart): „Wenn man 2:0 führt, das 3:0 oder das sogar das 4:0 machen könnte, dann aber mit nichts nach Hause geht, ist das sehr, sehr bitter. Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen, es nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen. Hoffenheim hat dann einfach die Qualität, das auszunutzen. Wir müssen jetzt schnell den Schalter umlegen, dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Ich glaube, das wird uns als Mannschaft noch näher zusammenbringen.“

Patrick Mainka (FCH-Kapitän): „Es ist ein Traum, Bundesliga zu spielen. Das muss man genießen. Aber wenn man wieder ohne Punkte dasteht, fällt das natürlich sehr schwer. Wir müssen uns da als Mannschaft jetzt selbst rausziehen.“

Omar Traore (FCH-Verteidiger): „So knallhart ist die Bundesliga. Wir wurden jetzt zweimal abgestraft und mussten Lehrgeld zahlen. Aber auf dieser Leistung können wir aufbauen, wir müssen den Kopf oben lassen. Unsere Fans haben uns von der ersten Sekunde an bis zum Schluss getragen. Jetzt geht es nach Dortmund, da sind 80 000 gegen uns. Aber wir haben keine Angst. Man hat in jedem Spiel eine Chance.“

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