Stimmen zu Kickers gegen Mainz Marco Wildersinn: „Ich kann den Unmut von der Tribüne verstehen“

Kickers-Chefcoach Marco Wildersinn (li.), Assistent Daniel Lang: Es gab viel zu besprechen. Foto: Pressefoto Baumann

Nach dem 2:1 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den TSV Schot Mainz haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 3460 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen den TSV Schott Mainz mit 2:1 gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Dritter Sieg in Serie, aber man kann sagen, das ist gerade noch einmal gutgegangen. Wir spielen das erste Tor gut heraus und haben dann gute Chancen, das 2:0 zu machen, das verpassen wir. Was mir auch nicht gut gefallen hat in der ersten Halbzeit ist, dass wir Mainz immer wieder ins Spiel gelassen haben, durch Situationen, in denen wir nicht resolut genug waren, nicht aktiv genug waren. Wir haben Mainz zu oft an unseren Strafraum gelassen, zu viele Ecken zugelassen, ohne, dass es aber richtig gefährlich wurde. Nach dem 2:0 lassen wir wieder aussichtsreiche Chancen liegen. Dann sind wir nachlässig. Nach dem 2:1 kippt das Momentum klar auf die Mainzer Seite. Am Ende waren wir nur noch am Reagieren, am Verteidigen. Wir mussten viele Schüsse blocken und zittern uns so ins Ziel, das ist nicht das was wir wollen. Das ist ein deutliches Indiz, dass wir nicht diese Topmannschaft sind, für die wir manchmal gesehen werden. Wir zeigen es immer wieder in Ansätzen, aber eine gute Mannschaft macht den Deckel drauf und gewinnt souverän. Ich verstehe den Unmut, die Unzufriedenheit von der Tribüne. So sieht es in mir auch aus, aber jetzt freue ich mich extrem über den Sieg. Vielleicht ist es auch gut so wie es gelaufen ist, sonst würden manche nach drei Siegen wieder anfangen zu träumen. Wir müssen uns alles hart erarbeiten.“

Samuel Horozovic (Schott-Trainer): „Wenn man verloren hat, kann man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Phasenweise haben wir es aber gut gemacht gegen eine richtig gute Mannschaft. Wir haben diagonal in die Halbräume gespielt, wo wir Schwächen beim Gegner ausgemacht hatten. Mit der letzten Aktion hätten wir fast noch den Ausgleich gemacht. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Mit einem Punkt wären wir zufrieden gewesen.“

Maximilian Zaiser (Kickers-Spieler): „Wir hatten in den vergangenen Wochen schon schwierige Phasen, in denen wir gut gespielt haben, aber nicht gewinnen konnten. Von daher ist es mir lieber, wie es diesmal gelaufen ist. Wenn wir das dritte Tore machen, ist das Ding gelaufen, da hat uns leider die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Unterm Strich tut so ein dritter Sieg in Serie schon richtig gut.“

Vincent Schwab (Kickers-Spieler): „Hinten raus wurde es wild, da wir zuvor leider den Sack nicht zugemacht haben. Mainz blieb durch Konter gefährlich. Letztendlich war es wichtig, diesen dritten Dreier hintereinander einzufahren. Aber das war natürlich auch unser Anspruch. Nächste Woche in Homburg wird es nicht leicht, sie sind gut in Form. Ich hoffe natürlich, dass ich wieder spielen werde. Wir drei Innenverteidiger haben es zuletzt gut gemacht, ich bin gespannt.“

Auch diese Chance vergab Marlon Faß. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Mario Borac (Kickers-Spieler): „Das war nicht unser allerbestes Spiel und die Effizienz ließ zu wünschen übrig, aber die drei Punkte sind nun mal das Wichtigste. Jetzt wollen wir in Homburg bestehen. Dass wir solche schweren Aufgaben lösen können, haben wir schon bei unserem Sieg in Steinbach gezeigt.“

David Tomic (Kickers-Spieler): „Die Mainzer hatten ihre Qualitäten am Ball, ließen ihn ganz gut laufen. Du musst in dieser Liga in jedem Spiel ans Limit gehen. Letztendlich hätten wir unsere Überlegenheit besser ausspielen müssen. Den Schwung mit den drei Siegen in Serie nehmen wir jetzt mit ins Spiel nach Homburg.“

Milan Petrovic (gesperrter Kickers-Spieler): „Auch wenn’s kalt war, das Spiel hat Schweißtropfen gekostet. Am Ende wirkten wir etwas träge, nicht mehr konsequent. Aber was zählt, sind die drei Punkte.“

Marlon Faß (Kickers-Spieler): „Beim Schuss von David Tomic war ich noch dran, aber letztendlich ist es egal, wer die Tore macht. Das war ein Pflichtsieg. Wenn wir das 3:0 machen, wäre Ruhe gewesen, aber leider war auch ich nicht so effizient wie zuletzt.“

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