Stimmen zu Kickers gegen Steinbach „Wahnsinn, wie viele Meter wir abspulen – endlich haben wir uns dafür belohnt“

Stimmungsvolle Atmosphähre im B-Block. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Nach dem 4:1 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den TSV Steinbach Haiger haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 3550 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen den TSV Steinbach Haiger mit 4:1 gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Ich bin absolut zufrieden, weil Steinbach eine qualitativ gute Mannschaft hat – trotz ihrer Ausfälle. In der zweiten Halbzeit ging viel in Richtung Steinbacher Tor, das war eine tolle Energieleistung mit viel Leidenschaft. Die späten Tore zeigen, dass die Mannschaft Bock hat, fit ist. Es gab nicht zwingend Gründe, die Anfangsformation zu ändern, aber wir wollten ein Stückweit Trainingsleistung belohnen, das ist komplett aufgegangen. Ich bin froh, dass wir diese Breite im Kader haben, das wird den Konkurrenzkampf noch mehr befeuern. Dass wir die hohe Intensität auf den Platz bringen zeigt, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben und dass eine junge Mannschaft einfach Zeit braucht, um sich pyhsisch zu entwickeln.“

Hüsni Tahiri (Steinbachs Trainer): „Wir wollten in Stuttgart endlich einmal etwas holen, das haben wir leider wieder nicht geschafft. Das Ergebnis ist sehr bitter hinten raus – Kräfte hin oder her. Wir müssen gut regenerieren, damit wir nächste Woche gegen Homburg wieder in die Spur kommen.“

David Udogu (Kickers-Spieler): „Natürlich war ich überrascht, dass ich nicht von Beginn an gespielt habe. Das werden wir am Montag noch besprechen. Wichtig aber war, dass wir ein gutes Spiel abgeliefert haben und den Sieg eingefahren haben. In der zweiten Halbzeit waren wir voll da und haben unsere Tore gemacht.“

Vincent Schwab (Kickers-Spieler): „Klar wollen wir immer zu Null spielen, aber insgesamt war das eine sehr gute Leistung. Dass wir das Ergebnis hinten raus mit schönen Toren deutlich gewonnen haben, freut mich auch für die Fans. Wir lassen derzeit wenig zu und bringen immer mehr Konstanz in unsere Leistungen.“

Trainer Marco Wildersinn gibt Melkamu Frauendorf Anweisungen. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Mario Borac (Kickers-Spieler): „In der Vorbereitung hat es gut geklappt – jetzt haben wir endlich auch in einem Punktspiel gezeigt, dass wir viele Tore schießen können. Wir haben zielstrebig nach vorne in die Tiefe gespielt, auch mit langen Bällen agiert und haben uns die zweiten Bälle geholt.“

Marlon Faß (Kickers-Spieler): „Daheim 4:1 zu gewinnen – was gibt es Schöneres? Wahnsinn, wie viele Meter wir abspulen. Endlich haben wir uns für den Aufwand auch belohnt.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Das war eine reife Leistung. In unserer neuen Grundordnung läuft es gut, ob es im alten 4-3-3-System auch so gewesen wäre, weiß keiner. Wir kommen jedenfalls öfter zu Ballgewinnen, sind gut im Gegenpressing, haben viel Zug zum Tor und mehr Leute in der Box. Was meinen auslaufenden Vertrag betrifft, bin ich ganz entspannt. Es gab noch keine Gespräche, aber es ist ja auch noch genügend Zeit.“

Matthias Schöck (WFV-Präsident): „Ich war das erste Mal in dieser Saison auf der Waldau und ich habe ein unterhaltsames Regionalligaspiel gesehen mit einem verdienten Heimsieg einer spielfreudigen Kickers-Mannschaft. Das freut mich sehr. Besonders gut gefallen hat mir Mittelstürmer Marlon Faß, bemerkenswert fand ich auch den sehr überzeugenden Auftritt von Melkamu Frauendorf. Nach den Vorkommnissen in Offenbach war das nicht selbstverständlich. Als ehemaliger Torhüter schaue ich natürlich auch immer ganz besonders auf die Schlussleute. Felix Dornebusch hatte zu Beginn Wackler drin, hat dann aber mit seiner Ruhe und Präsenz absolut überzeugt – wie die gesamte Mannschaft.“

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