Stimmen zu Stuttgarter Kickers gegen SC Freiburg II „Die Niederlage fühlt sich beschissen an – wir haben was gut zu machen“

David Braig (li.) gegen David Schopper: Kein Durchkommen für die Kickers. Foto: Pressefoto Baumann

Nach dem 0:2 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den SC Freiburg II vor 4130 Zuschauern haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 4130 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen den SC Freiburg II mit 0:2 . Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Wir wussten um die Qualität des Gegners, deshalb haben wir unsere Grundordnung etwas angepasst, um den Gegner gut zu verteidigen. Wir haben die Freiburger zu vielen langen Bällen gezwungen, was untypisch für ihr Spiel ist. Ich finde, dass wir dem Sportclub über 90 Minuten wenig angeboten haben, aber wir selbst konnten unsere Momente nicht nutzen. Wir hatten einige unsaubere Aktionen, einige Missverständnisse. Deshalb bin ich mit vielen Dingen nicht zufrieden, da müssen wir uns verbessern. Es war fast klar, dass das Team, das das 1:0 macht, gewinnen wird. Dann darfst du natürlich nicht so eine Gurke kriegen wie wir, aber so etwas passiert. Wir haben danach alles investiert, um zurückzukommen, aber leider fehlte uns Qualität in der Entscheidungsfindung, im Abschluss, in der Präzision, um das 1:1 zu machen. Wir wollen mit der maximalen Punktausbeute aus der Saison raus, deshalb werden wir die Köpfe nicht hängen lassen, arbeiten die Dinge auf, um die nötige Energie aufzubringen für die letzten beiden Spiele.“

Bernhard Weis (Freiburgs Trainer): „Zu Beginn fand ich die Kickers aktiver als uns, im Laufe des Spiels haben wir an Sicherheit gewonnen. Wir haben alles gut wegverteidigt, und dann hat die Standardsituation den Dosenöffner gegeben, wobei es ein individueller Fehler der Kickers war. Danach hatten wir auch Spielglück. Wir freuen uns jedenfalls sehr über den Dreier, wir haben jetzt vier Mal hintereinander gewonnen, davor drei Mal hintereinander verloren. Wir wollen die maximale Punktzahl erreichen, dann haben wir eine tolle Saison gespielt und die Jungs nehmen ein positives Gefühl mit für die kommende Runde.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Wir sind eigentlich gar nicht schlecht ins Spiel reingekommen, waren aber zu unsauber, der letzte Pass hat gefehlt, und wir waren auch fußballerisch einfach nicht gut genug. Die Gegentore waren natürlich sehr ärgerlich.“

Louis Lord (Kickers-Torwart): „Wir haben aus unseren Chancen kein Tor gemacht, bekommen aber zwei Gegentore – so verliert man. Das erste Gegentor muss ich auf meine Kappe nehmen, da entschuldige ich mich auch beim Team.“

Nico Blank (Kickers-Kapitän): „Die Niederlage fühlt sich richtig beschissen an – wir haben was gut zu machen. Die Gegentore waren saudumm, die bekommen wir viel zu leicht, da müssen wir uns cleverer anstellen. Ich will aus den Spielen in Mainz und gegen Kassel jetzt unbedingt noch sechs Punkte holen. So jedenfalls möchten wir nicht die Saison beenden. Das sind wir auch unseren Fans schuldig, die ja eine geile Motto-Auswärtsfahrt nächsten Samstag mit dem Zug nach Mainz planen. Auch ihnen wollen wir etwas zurückgeben.“

Rainer Lorz (Kickers-Präsident): „In der ersten Halbzeit fehlte die notwendige Energie, jeglich Form von Aggressivität, dann hast du gegen eine so spielstarke Mannschaft, die den Ball sehr gut laufen lässt, keine Chance, da musst du anders dagegenhalten. Jetzt stehen wir irgendwo zwischen Baum und Borke, aber auslaufen lassen kommt nicht in Frage. Wir haben schon das klare Ziel, die letzten beiden Spiele zu gewinnen.“

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