Stöckachplatz in Stuttgart-Ost Mehr Holz und ein Supermarkt

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Die Pläne für die Neubauten am Stöckachplatz sind nach der Kritik der Bürger bei der ersten Vorstellung überarbeitet worden. Jetzt sind an den Fenstern besondere Klappläden und ein spezieller zweifarbiger Putz an den Fassaden vorgesehen.

Die Architekten tüfteln noch daran, wie der Stöckachplatz (im Modell mit den Bäumen) und die Neubauten dahinter einmal aussehen werden Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Architekten tüfteln noch daran, wie der Stöckachplatz (im Modell mit den Bäumen) und die Neubauten dahinter einmal aussehen werden Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart-Ost - Im Dezember oder im Januar will die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) entscheiden, welcher Supermarkt in die geplanten Neubauten am Stöckachplatz einziehen wird. Das hat der Technische Geschäftsführer, Helmuth Caesar, bei einer Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Restaurant Theater Friedenau am Dienstag angekündigt.

900 Quadratmeter Verkaufsfläche

In den Neubauten, die an Stelle der Hauswirtschaftlichen Schule entstehen sollen, sind im Erdgeschoss 1700 Quadratmeter Nutzfläche verteilt auf zwei Einheiten vorgesehen. Einziehen sollen dort ein sogenannter Vollsortimenter und ein anderes Ladengeschäft. Für den Markt mit einer Verkaufsfläche von 900 Quadratmetern hat die SWSG in den vergangenen Monaten Gespräche mit drei klassischen Supermärkten und zwei Bio-Supermärkten geführt. Für zwei der Interessenten stellte sich die Ladenfläche allerdings als zu groß heraus. Im Laufe des Herbsts sollen weitere Gespräche geführt werden, bevor es dann um den Jahreswechsel herum zu einem Abschluss kommen soll.

Die schon vor zwei Monaten in der Projektgruppe Hauswirtschaftliche Schule des Stöckachtreffs diskutierten und kritisierten ersten Vorschläge für die Gestaltung der Fassaden der Neubauten hat das beauftragte Architekturbüro harris + kurrle weiterentwickelt und die Anregungen der Bürger eingearbeitet. In den jetzt vorgestellten neuen Entwürfen spielt das Bauelement Holz eine größere Rolle – in Form von unterschiedlich verstellbaren Klappelementen an den Fenstern, an den Fassaden selbst und als Verbindungselemente zu den Nachbargebäuden. Vor allem durch die Klappläden mit ihren Schattenwürfen wirkten die Fassaden lebendig, sagte der Architekt Joel Harris bei seiner Präsentation am Dienstag.

15 Meter breite Freitreppe

Außerdem sollen die Fassaden durch einen besonderen Putz Wirkung entfalten. Dabei könnte die untere, glattere Schicht des Putzes hell gefärbt sein, die rauen Grate und Spitzen darauf eher dunkel. Auf diese Art könnten die Fassaden eine ganz eigene Patina entwickeln.

Ein weiteres wichtiges Gestaltungselement soll eine bis zu 15 Meter breite, mit einem Baum und weiteren grünen Elementen versehene Freitreppe sein, die zu einem ebenfalls begrünten Platz zwischen den Neubauten führt. Auch Teile der Fassaden sollen begrünt werden.




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