Strandsommer in Weil der Stadt Sonnige Bilanz nach über fünf Wochen

Los ging es in diesem Jahr mit einem Volleyballturnier der Stadtverwaltung. Foto: Simon Granvill/e

Trotz regnerischem Start ist während des fünfwöchigen Strandsommers auf dem Marktplatz von Weil der Stadt ordentlich Beachfeeling und Urlaubsstimmung aufgekommen. Das zeigen auch die Zahlen.

Leonberg: Sophia Herzog (she)

So richtig wollte der Sommer im vergangenen Jahr nicht Einzug halten – die Bilanz des Weiler Strandsommers war 2023 entsprechend durchwachsen. In diesem Jahr sah die Lage auf dem Marktplatz schon anders aus. Zwar brauste wohl so jede Wetterlage einmal durch die Gassen der Weil der Städter Altstadt. Der Strandsommer war aber auch gesegnet von einigen sonnigen und warmen Tagen. Am vergangenen Wochenende konnten die Besucherinnen und Besucher nun ein letztes Mal die Zehen in den mit rund 200 Tonnen Sand gefüllten Kasten vor dem Rathaus stecken. Die sechste Ausgabe der mehrwöchigen Veranstaltung ging damit zu Ende – und die Bilanz ist durchaus positiv.

 

Von rund 95 000 Besuchern, verteilt über gute fünf Wochen, geht die Stadtverwaltung aktuell aus. Gezählt wurde nicht, stattdessen schätzt man anhand der Messungen aus dem Jahr 2022, damals waren 90 000 Menschen dabei. „Und wir waren in diesem Jahr mindestens so stark besucht, beziehungsweise eher besser“, berichtet Katja Büchner vom Stadtmarketing.

Mit dem Strandsommer 2024 sind alle zufrieden

Und auch abseits der nackten Zahlen ist die Freude groß. „Wir sind rundum zufrieden“, sagt Markus Wagner, Leiter des Stadtmarketings. „Ich blicke dieses Jahr mit zwei lachenden Augen auf den Strandsommer 2024 zurück.“ Neben dem großteils guten bis hervorragenden Wetter seien die Neuerungen, also etwa eine grüne Oase, eine Matschanlage für Kinder sowie die zahlreichen Programmhighlights hervorragend angenommen worden.

Auch die Stadtverwaltung sei sehr zufrieden, teilt Bürgermeister Christian Walter auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Der Strandsommer wurde dieses Jahr noch einmal besser angenommen als zuvor und hat sich über die Jahre fest etabliert“, sagt er. Das Feedback der Besucher sei rundweg positiv. „Nach unserem Eindruck kommen zudem mittlerweile viele Besucher auch von außerhalb in die Stadt.“ Größere Vorfälle gab es derweil nicht zu verzeichnen. Nur die Oase wurde zwischenzeitlich als nächtliches Schlaflager „widerrechtlich genutzt“, bestätigt Walter. Die Problematik und den damit verbundenen Vandalismus habe man in enger Abstimmung mit Polizei und City-Streife gelöst.

Programm für Groß und Klein

Ein Highlight aus fünf Wochen Strandsommer zu benennen, das fällt Walter, so sagt er selbst, angesichts eines vielfältigen Programms schwer. Tatsächlich stand auf der Liste der Veranstaltungen und Events so einiges – von der Beachvolleyball-Eröffnung, bei der das Team des Bürgermeisters den Sieg holte, über das Programm der vielen teilnehmenden Vereine bis hin zu Kinderprogramm samt Zaubershow, Miniatur-Rathaus aus Sand und Hüpfburg.

Und natürlich gab es auch reichlich auf die Ohren. Um das musikalische Programm kümmerte sich wieder Eric Richter vom Verein Groove Tonight. „Es war ganz toll“, resümiert er am Montag nach dem Strandsommer. Das Programm hatte er in diesem Jahr absichtlich ausgedehnt auf neue Zielgruppen, so beispielsweise die Filder Spatzen mit ihrer Volksfestmusik auf den Marktplatz geholt. Und das habe auch super geklappt, so Richter.

Bleibt der Sandkasten 2025 länger stehen?

Keine Frage: Für Weil der Stadt ist der Strandsommer inzwischen eine feste Größe geworden. Auch deshalb würden Besucher sich immer wieder wünschen, noch mehr Tage dranzuhängen, sagt Walter. „Wir überprüfen die Dauer von Jahr zu Jahr und der Strandsommer läuft heute schon länger als früher“, so der Bürgermeister. In die Abwägung würden allerdings auch die Interessen der Anwohner sowie die begrenzten personellen Ressourcen der Verwaltung und der Vereine fließen.

Trotzdem: „Das Grundkonzept funktioniert hervorragend“, weiß Walter. Deshalb will man die Idee prüfen, zumindest den Sandkasten länger stehen zu lassen – möglicherweise dann tageweise ohne Programm.

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