Deshalb verschiebt die Stadt die Baustelle in der Pforzheimer Straße auf 2021.

Leonberg - Eine schlechte Nachricht für Autofahrer: Das Teilstück der Landesstraße von Leonberg nach Höfingen, das im Sommer 2016 abgerutscht ist, wird erst 2020 saniert. Das teilt das zuständige Regierungspräsidium (RP) Stuttgart auf Anfrage dieser Zeitung mit. Damit bleibt die Strecke an dieser Stelle weiterhin halbseitig gesperrt und der Verkehr wird für mindestens ein weiteres Jahr durch eine Ampel geregelt.

Denn bevor das Projekt fertig geplant werden könne, soll es in diesem Frühjahr noch einmal Bohrungen unterhalb des Hundesportplatzes geben. Diese erfolgen auf der Bergseite. „Anhand des Ergebnisses der Bohrungen kann das Sanierungskonzept für die Hangsanierung konkret ausgearbeitet werden“, erklärt die Pressereferentin des RP, Sonja Hettich. In diesem Jahr noch sollen die Planung erstellt und die Arbeiten ausgeschrieben werden, damit es im nächsten Frühjahr losgehen kann.

Ein holpriger Weg

Der Ankündigung des Regierungspräsidiums folgen nun hoffentlich auch endlich Taten. Denn die Landesstraße ist schon länger sanierungsbedürftig.

Der Abschnitt von Leonberg hinunter ins Tal und auf der anderen Seite als Straße „Am Schlossberg“ wieder hinauf war vielen Autofahrern schon lange ein Ärgernis angesichts der kaputten Fahrbahndecke. Doch die Strecke lag auf der Prioritätenliste des Landes ebenso lange ganz weit hinten. Der Schlossberg wurde nach vielem hin und her 2017 von der Stadt Leonberg gerichtet und ausgebaut, dafür gab es einen Zuschuss vom Land.

Im Sommer 2016 rutscht der Hang ab

Auf der anderen Talseite war die Lage jedoch schwieriger. Denn im Sommer 2016 war dort nach heftigen Regenfällen der Hang direkt neben der Fahrbahn abgerutscht. Diese wurde dabei auch an einer Stelle in Mitleidenschaft gezogen.

Doch schnell ist klar: Eine rasche Sanierung wird es nicht geben. Denn an anderen Stellen im Land sind die Schäden durch den Starkregen wesentlich größer. In Erinnerung geblieben ist da sicher das Städtchen Braunsbach.

Schwieriger Zeitplan

Im Oktober 2016 ist bereits einmal am Höfinger Hang gebohrt worden, um den Untergrund zu erkunden. „Diese Straßen sind gar nicht für den Verkehr von heute gebaut worden“, hatte der Geologe Otto Borngräber damals erklärt. Vor 20 bis 30 Jahren habe man ein bisschen weiter in den Berg gegraben und an der Hangseite aufgeschüttet, um solche Strecken zu verbreitern. Das sei die Hauptursache, warum die Hänge an den Talseiten instabil werden.

Straße wird weiter in den Berg gebaut

Deshalb soll die Straße weiter zur Bergseite hin verlegt werden. Wie weit das möglich ist beziehungsweise möglich gemacht werden kann, sollen die neuen Bohrungen klären. Das RP schätzt, dass alles 1,2 bis 1,5 Millionen Euro kosten wird.

Projekt Pforzheimer Straße wird verschoben

Um den Teilort Höfingen nicht vollständig abzuhängen, hat Leonberg beschlossen, die Sanierung und Kanalerneuerung in der Pforzheimer Straße auf 2021 zu verschieben. Auch dieses Vorhaben wird seit mehreren Jahren immer wieder verschoben. Es dieses Jahr noch zu realisieren, sei nicht möglich, heißt es aus der Verwaltung. Denn im Frühjahr soll die B 295 vom Ortsausgang Leonberg bis zum Abzweig Gerlingen saniert werden. Die Umleitung soll über Höfingen führen. „Aufgrund der anderen Baumaßnahmen mussten wir diese Entscheidung so treffen, auch wenn die Baupläne bereits fertig sind“, erklärt Bürgermeister Klaus Brenner.

Freuen wird die Höfinger das nicht. Beide Vorhaben finden nun zeitgleich mit der Sanierung des Engelbergtunnels statt.