Straßenfest in Korntal-Münchingen Künstler, Vereine und Politiker feiern mit

Schmuck und (Stelzen)kunst: Beim Straßenfest in Korntal gab es einiges zum Anschauen und zum Mitnehmen. Foto: factum/Bach 11 Bilder
Schmuck und (Stelzen)kunst: Beim Straßenfest in Korntal gab es einiges zum Anschauen und zum Mitnehmen. Foto: factum/Bach

Endlich ohne Baustelle: Beim Straeßnfest in Korntal konnten die Besucher endliche wieder ohne Baustelle feiern. Allerdings war das Wetter nicht ganz so gnädig mit den Besuchern und Ausstellern.

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Korntal-Münchingen - Wenn nicht der Regen wäre: Die Händler und Vereine, die sich am Samstag und Sonntag auf dem Straßenfest in Korntal präsentierten, hatten eigentlich auf besseres Wetter gehofft. Trotzdem kamen zwischen 5000 bis 10 000 Besucher und schlenderten durch die Mirander und die Johannes-Daur-Straße, vorbei an Essenszelten, Dekoartikeln und Infoständen. „Besonders erfreulich war, dass wir das Fest zum ersten Mal seit drei Jahren ohne Baustelle feiern konnten“, sagte Stefan Wolf, der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung bei der Stadt Korntal-Münchingen.

Verkaufsoffener Sonntag
Mit Rabattaktionen versuchten einige Händler, die Straßenfestbesucher am verkaufsoffenen Sonntag ab 13 Uhr in ihre Läden zu locken. „Für mich ist es das erste Straßenfest und der erste verkaufsoffene Sonntag an dem ich teilnehme“, sagte Margitta Kienle, die vor einem halben Jahr in der Mirander Straße ihren „Lieblingsladen“ eröffnet hat. 40 Prozent auf die Kindersommerkollektion bot sie am Sonntag in ihrem Laden für Kinderkleidung und Spielsachen.“Die Resonanz ist gut“, sagte sie.

Eine Tür weiter tummeln sich auch viele Besucher in der Buchhandlung Janus. „Für uns ist das gute Werbung über Korntal-Münchingen hinaus“, sagt Marie-Luise Voith-Grether von der Buchhandlung. „Schade nur, dass in Leonberg die Läden auch offen haben“, sagt sie. „An die haben wir sicherlich einige Kunden verloren.“

Nicht alle Händler hatten sich jedoch am Sonntag dafür entschieden, ihre Läden zu öffnen. „Einige Kollegen meinen, der Arbeitseinsatz lohne sich nicht“, sagte Voith-Grether. „Vielleicht ist der verkaufsoffene Sonntag ja auch ein Auslaufmodell.“

Kunsthandwerkermarkt
Bunte Perlen, Goldschmuck, Filztaschen, Seifen und Holzfiguren gab es auf dem Kunsthandwerkermarkt zu sehen und zu kaufen. „Ich bin bereits zum dritten Mal dabei“, sagte Rita Siegert-Krauss, die Acrylbilder, Holzschalen und Schneidebretter verkauft hat. „Viele Besucher zeigen sich interessiert an meiner Kunst“, sagt die Nagolderin.

Auch Stephanie Hamann, die Murmeln und Schallplatten zu Schmuck und Schalen verarbeitet, freut sich über die Reaktionen der Besucher auf ihre Kunstobjekte. „Eine Frau hat zwar meine Schüsseln aus alten Schallplatten mit Hüten verwechselt, aber ich sehe das mit Humor“, sagte Hamann.

Feenzauber
Ein optisches Highlight auf dem Straßenfest waren zwei Feen in wallenden grünen Gewändern, die auf Stelzen durch die Straßen liefen und „Glückskugel“ verteilten. „Wir Herbstfeen möchten daran erinnern, dass auch der Herbst schön ist“, sagte die Fee Saa, alias Sabine Schäfer aus Stuttgart. „Und mit unseren Glückskugeln möchten wir den Menschen viel Glück wünschen und eine Freude bereiten.“

Kunstprojekt
Bürgermeister Joachim Wolf persönlich warb am Stand der Stadt für ein Kunstprojekt, dass die Stadt zum 200. Jubiläum Korntals umsetzten will. Aus den Gesichtern der Bürger soll ein gemeinsames Gesicht der Stadt entstehen. „Um das realisieren zu können suchen wir aber noch Sponsoren“, sagte Wolf.

Politik
Eine Woche vor der Bundestagswahl präsentierten sich auch einige Parteien auf dem Straßenfest. „Ich finde es interessant, dass viele Besucher Lust haben, sich auf dem Straßenfest über Politik zu unterhalten“, sagte Macit Karaahmetoglu, der Bundestagskandidat der SPD.

Auch die Wahlkämpfer der CDU und der FDP berichteten über interessante Debatten zu Koalitionsabsichten, zur Flüchtlings- und Rentenpolitik. „Wir sind der Stadt dankbar, dass sie den Parteien so einen zentralen Platz in der Nähe des Saalplatzes zugewiesen hat“, sagte der CDU-Ortsvorsitzende Oliver Nauth.




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