Straßenfest Westallee in Stuttgart Regenwetter und Diebstahl können die Stimmung nicht trüben

Musikprogramm, Essensstände und viele Menschen: Die Westallee lockt jedes Jahr die Massen an. Foto: Lichtgut/Zophia Ewska

Musik, Kunst und jede Menge internationale Köstlichkeiten: Drei Tage lang verwandelt sich ein kleiner Teil des Westens in eine hippe Block-Party.

Die Straßenfest-Saison in Stuttgart ist in vollem Gange. So auch im Westen, wo sich das Viertel rund um die Johannesstraße und am Anton-Wilhelm-Amo-Platz ganze drei Tage in eine Party- und Flaniermeile verwandelte. Bereits zum siebten Mal wurde in diesem Jahr die Westallee dort gefeiert. Mit Musikprogramm, zahlreichen Ständen, die zum Schlemmen einladen und Kunst im Hinterhof war am Wochenende wieder einiges geboten.

 

Kein Geheimtipp mehr

Nicht nur die umliegende Nachbarschaft folgte der Einladung, auch von außerhalb des Westens und sogar des Kessels hat das Fest, das lange als Geheimtipp galt, unzählige Besucherinnen und Besucher angelockt. Familien, Paare, Freundesgruppen und Teens flanieren nach dem vorerst letzten Regenguss des Nachmittags über die breite Allee, holen sich Getränke und versorgen sich mit Leckereien. „Es ist jetzt schon viel los und eine gute Stimmung“, sagt Emilie, die mit zwei Kolleginnen den Kessler-Stand am Anfang der Johannesstraße betreut.

Die kulinarische Vielfalt war im Vergleich zum ziemlich homogenen West-Publikum recht international: Churros, Pizzen, Banh Mis, Samosas , Tacos und auch Veganes vom Vhy stand in diesem Jahr auf den Speisekarten des Straßenfests. Beliebt waren auch die westafrikanischen Spezialitäten des Restaurants Patacon Obi. Anye, der den Stand mit zwei Mitarbeitern betreibt, erzählt, dass sie erst seit Freitagabend da sind, das Geschäft aber trotz unsicherer Wetterlage gut anläuft. Auch Matthias, der mit seiner Freundin aus dem Süden in den Westen gekommen ist und in der Schlange vor dem Foodtruck steht, ist trotz kurzer Wartezeit zufrieden: „Wie gut, dass dieser schöne Ort einmal im Jahr richtig belebt wird.“

Zeuginnen und Zeugen gesucht

Das Gesprächsthema des Abends ist jedoch nicht so erfreulich. Am Donnerstagabend, kurz vor Veranstaltungsschluss, kam es zu einem Diebstahl, bei dem ein Großteil der Einnahmen des ersten Veranstaltungstages entwendet wurde. Ein Einbrecher soll in einen Bauwagen eingestiegen sein und mehrere Tausend Euro gestohlen haben. Der Westallee-Verein wandte sich via Instagram an die Besucherinnen und Besucher und bittet sie, sich zu melden, falls sie etwas beobachtet haben.

Die Stimmung ließ sich das Publikum aber nicht vermiesen. Schon um 20 Uhr bildeten sich lange Schlangen vor den Ständen, der Stuttgarter Rapper und DJ Dexter legte ein wunderbares Set auf, bevor um 21 Uhr die zwei Münchnerinnen Leoni Klinger und Klara Rebers aka Umme Block mit ihrem verträumten Electro und ravigen Sounds das Publikum für sich begeisterten. Da störte auch der langsam einsetzende Regen nicht, der sich gegen 22 Uhr in ein nicht mehr aufhörendes Dauerprasseln verwandelte.

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