Straßensanierung in Reichenbach Zwölf Kilometer Umweg ins Nachbardorf
Vom 12. August an macht eine Baustelle in Reichenbach lange Umwege erforderlich, sie bringt andererseits aber auch neue Buswartehäuschen mit sich.
Vom 12. August an macht eine Baustelle in Reichenbach lange Umwege erforderlich, sie bringt andererseits aber auch neue Buswartehäuschen mit sich.
Der Weg von Reichenbach nach Lichtenwald wird in den kommenden drei Monaten deutlich weiter. Weil die Ortsdurchfahrt Blumenstraße/Schorndorfer Straße saniert wird und in beide Richtungen gesperrt ist, müssen Kraftfahrzeuge von Montag, 12. August, an über Baltmannsweiler, Hohengehren und die Kaiserstraße fahren. Das macht auf Hegenlohe bezogen einen Umweg von rund zwölf Kilometern.
Die Linienbus-Verbindung ist davon auch betroffen, allerdings nur in den ersten Wochen. Nach dem ersten Bauabschnitt soll der Bus über eine Sonderregelung wieder direkt in den Ort einfahren können, was auch dem Schülerverkehr nach den Sommerferien zugutekommt. Auch für die Anwohner wird es zeitweise innerörtliche Ausweichmöglichkeiten geben, der Durchgangsverkehr muss aber weiterhin die großräumige Umleitung in Kauf nehmen.
Rund 8500 Fahrzeuge rollen täglich über diese Achse in Reichenbach, das besagt die jüngste Zählung vom März dieses Jahres. Die Belastung macht sich am Straßenzustand bemerkbar, die Fahrbahn ist von Schlaglöchern, Rissen und geflickten Stellen übersät. Zuletzt erneuert wurde diese Landesstraße Anfang des Jahrhunderts, jetzt will das Regierungspräsidium die Belagssanierung anpacken. Die Gemeinde nutzt die Gelegenheit, um auf Teilstücken Wasserleitungen, die hier zu großen Teilen noch aus Graugussrohren bestehen, zu erneuern. Gleichzeitig werden Schachtabdeckungen, Kanalanschlüsse und Parkbuchten neu gemacht. Dafür muss Reichenbach rund 255 000 Euro in die Hand nehmen.
Im Zuge der Sanierung werden auch die acht Bushaltestellen entlang der Straße barrierefrei umgebaut. An sechs davon sind filigrane Unterstände mit einem Gründach, das gegen Hitze wie auch gegen Regen schützen soll, vorgesehen. Bei zwei Stationen ist das wegen des an dieser Stelle schmalen Gehwegs nicht möglich. Mit dem Haltestellen-Umbau ist die Gemeinde ins Landesförderprogramm für Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr aufgenommen worden, das einen großen Teil der Kosten abdecken wird.
Zusammengerechnet investieren Gemeinde und Land rund 1,15 Millionen Euro für diese Maßnahme, die voraussichtlich bis Anfang November dauern wird. Obwohl die Sanierung in Abschnitte gegliedert ist, bleibt die großräumige Umleitung während der ganzen Zeit bestehen. Gewerbetreibende und Anwohner seien umfassend einbezogen worden, betont Mathias Häke vom Ortsbauamt. Sie würden auch bei den einzelnen Bauabschnitten noch einmal informiert.
Ebenso kann man sich auf der Gemeinde-Website informieren: unter den Stichwörtern Leben & Wohnen /Bauen/Baustelle Blumen-/Schorndorfer Straße sind die wichtigsten Fragen und Antworten, auch über die Anfahrbarkeit der Grundstücke oder die Müllentsorgung, aufgeführt.