Straßenschilder im Westjordanland Liebesgrüße aus Askar



Überwiegend fröhliche Straßennamen


Nicht alle Bewohner in Askar wissen mit den Straßennamen etwas anzufangen, oft können sie nicht einmal die lateinischen Buchstaben lesen. Ibrahim kann lesen. Er ist ein kleiner Mann, etwas kräftig, dunkler Teint. Er trägt eine Kafia, einen stoppeligen Schnauzbart und hat lange weiße Augenbrauen. Ibrahim war einer der ersten, die in Askar ankamen, 1948 ist er aus Holon, südlich von Tel Aviv, geflüchtet. Seit der Gründung ist er hier, Ibrahim kennt Askar wie seine Westentasche, Straßenschilder braucht er nicht. "Aber die Schilder sind schön und haben fröhliche Namen" sagt er. Das sei gut für die Kinder.

32 Enkelkinder hat Ibrahim, "eine ganz schön wilde Bande." Eine von ihnen ist Ahlam, sie geht im Haus der Kinderhilfsgesellschaft ein und aus, und sie freut sich auf ein neues Dach. Auch auf Buntstifte und noch mehr Hula-Hoop-Reifen. Ahlams großer Traum ist eine Barbie. Da müssen wohl noch einige Straßenschilder verkauft werden. Straßenschilder, mit deren Erlös die Kinder im Flüchtlingslager Askar auf den richtigen Weg gebracht werden sollen. Und mit deren Symbolik das Glück von Leuten wie Erik und Nathalie besiegelt wird.




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