Strategie des VfB Stuttgart Fredi Bobic fehlt die zündende Idee

Von  

Konstantin Rausch, Moritz Leitner, Gotoku Sakai – Der VfB Stuttgart hat in den vergangenen Jahren auf dem Transfermarkt vieles ausprobiert. Ohne überragende Erfolge. Jetzt soll ein strategischer Schwerpunkt gesetzt werden.

Kann Fredi Bobic  den VfB Stuttgart aus der Krise führen? Den aktuellen Kader des VfB Stuttgart sehen Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Bongarts 28 Bilder
Kann Fredi Bobic den VfB Stuttgart aus der Krise führen? Den aktuellen Kader des VfB Stuttgart sehen Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Bongarts

Stuttgart - Ideen hat Fredi Bobic ja immer mal wieder. Zum Beispiel die mit Konstantin Rausch (23), den der Manager des VfB Stuttgart vor dieser Saison aus Hannover geholt hat. Insofern schließt sich der Kreis, da die Mannschaft aus Niedersachsen am Samstag in der Mercedes-Benz-Arena antreten wird. Zuvor beantwortet Rausch in einer VfB-Presserunde ein paar Fragen. Er sagt das. was man in dieser Situation eben so sagt. Etwa, „dass es nicht viel zu sagen gibt“. Oder „dass man sich freut, wenn man die alten Kollegen wieder trifft“. Oder auch, „dass das Einzige, was für uns zählt, die drei Punkte sind“. Ende der Durchsage.

Der Verteidiger war nicht der einzige Spieler, der im Sommer aus Hannover gekommen ist. Begleitet haben ihn Mohammed Abdellaoue (28) und Karim Haggui (29). Sie sitzen nicht in der VfB-Presserunde und beantworten keine Fragen. Schließlich haben sie genügend Probleme mit sich selbst, da sie sportlich bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Zusammengefasst könnte man das dann als die Hannover-Idee von Fredi Bobic bezeichnen.

Der VfB hat vieles versucht

Es hat in den vergangenen Jahren aber auch weitere Ideen von ihm gegeben. Etwa die Nachwuchs-Idee, als der VfB mal schnell Talente wie Christoph Hemlein, Pascal Breier und Alexander Riemann mit Profiverträgen ausgestattet hat. Oder die Japan-Idee mit Shinji Okazaki und Gotoku Sakai. Oder die Bruno-Labbadia-Gedächtnisidee, als Tunay Torun und Sercan Sararer verpflichtet wurden, die dem alten Trainer von seinen früheren Stationen her bekannt waren. Oder die Routine-Idee mit Mauro Camoranesi und Tamasz Hajnal. Oder die Jugend-von-außen-Idee mit Marco Rojas. Oder die Leihspieler-Idee mit Moritz Leitner, Federico Macheda und Felipe. Das Fazit: der VfB hat auf dem Transfermarkt von allem ein bisschen was probiert – je nachdem, was sich gerade angeboten hat.

Diese Politik war auch der Tatsache geschuldet, dass seit dem Amtsantritt von Bobic 2010 vergleichsweise wenig Geld für Neuzugänge zur Verfügung stand und steht. Der Manager musste den Personaletat zurückfahren und den Mangel verwalten. Dennoch hat der Club inzwischen erkannt, dass diese Mischmaschstrategie nicht aufgegangen ist. Dass der Ansatz falsch ist, zeigt sich ja auch schon daran, dass der VfB in der Bundesligatabelle nach 14 Spieltagen hinter Mannschaften wie Augsburg, Mainz und Hertha BSC liegt – die mit einem deutlich knapperen Budget als jenem in Stuttgart auskommen müssen.




Unsere Empfehlung für Sie