Ein britischer Sexskandal, eine Autisten-WG und Shakespeare, der die Apokalypse überlebt: unsere Streamingserien-Empfehlungen im Januar.

Kultur: Gunther Reinhardt (gun)

Stuttgart - Was bringt der Januar? Wir stellen die zehn interessantesten TV-Serien vor, die in diesem Monat bei Netflix, Amazon, Disney+ und Co. starten.

1. A very British Scandal

Claire Foy, die in den ersten beiden „The Crown“-Staffeln die junge Königin Elizabeth II. spielte, ist nun die Herzogin Margaret Campbell. Deren Scheidung vom Duke of Argyll (Paul Bettany) war in den 1960ern dank heimlich gemachter Nacktfotos, einer langen Liebhaberliste und vielen obszönen Anschuldigungen ein Fest für die britische Klatschpresse, die die Herzogin zur „Dirty Duchess“ ernannte. Magenta TV, 1. Januar

   

   

2. Euphoria

Sex, Drogen und Teeniedramen: Die schrill-provokante Serie „Euphoria“ erzählt Highschool-Geschichten der anderen Sorte. Im Zentrum steht Rue: Sie ist 17, bipolar, hat eine Zwangsstörung und schon so ziemlich alle Drogen ausprobiert, die man schlucken, schniefen oder inhalieren kann. Für ihre Darstellung der Rue wurde Zendaya bereits mit einem Emmy ausgezeichnet. Jetzt startet die lang erwartete zweite Staffel. Sky, 10. Januar

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3. Archive 81

Ein Archivar erhält den Auftrag, eine Sammlung defekter Videokassetten zu restaurieren. Diese stammen von einer Dokumentarfilmerin, die einem mysteriösen Kult auf der Spur war. Der neueste Beitrag zum Found-Footage-Horrorgenre beruht auf einem gleichnamigen Podcast, Rebecca Sonnenshine („The Boys“) hat ihn für Netflix adaptiert. Netflix, 14. Januar

   

   

4. Queens

In den 1990erm ist die Hip-Hop-Girlgroup Dirty Bitches Dauergast an der Spitze der Popcharts. Inzwischen sind die vier Frauen in ihren Vierzigern, mögen sich nicht mehr besonders, hoffen aber trotzdem auf ein gemeinsames Comeback. In dem mit viel Musik verzierten Drama spielen, Eve, Brandy, Naturi Naughton und Nadine Velazques die Hauptrollen . Disney+, 19. Januar

   

   

5. As we see it

Sehenswerte Serien, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigten, gibt es zwar schon einige („Good Doctor“, „Atypical“, „Parenthood“). Der Achtteiler „As we see it“ ist aber noch ein bisschen mutiger und erzählt aus einer WG, in der sich gleich drei junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen zusammentun und versuchen, ein ganz normales Leben zu führen. Amazon, 21. Januar

   

   

6. Der Pass

Da sich die spannende erste Staffel der Sky-Eigenproduktion mit Julia Jentsch und Nicholas Ofczarek als Hit erwies, wundert es nicht, dass die beiden wieder in den Schnee geschickt werden: Als ungleiches deutsch-österreichisches Ermittlerteam suchen sie hoch oben an der Grenzregion in den Bergen nach einem Serientäter. Dass dieser von seiner einflussreichen Familie geschützt wird, erschwert die Ermittlungen. Sky, 21. Januar

   

    

7. In from the Cold

Jenny (Margarita Levieva aus „The Deuce“) lebt als allein erziehende Mutter in den USA. Sie war jedoch einmal eine russische Spionin und Teil eines KGB-Experiments. Als sie ihre Vergangenheit einholt, unternimmt sie alles, um ihre Familie zu beschützen. Netflix, 28. Januar

     

   

8. The Afterparty

Nach einem Klassentreffen gibt es bei einer Party in einer Luxusvilla einen Toten. Wer war der Mörder? Die zu Albernheit neigende Murder-Mystery-Comedyserie in der Tradition Agatha Christies erzählt in jeder Episode die Geschehnisse des Abends aus der Perspektive eines anderen Beteiligten und wechselt dabei auch mal das Genre. Apple TV+, 28. Januar

   

    

9. The Woman in the House across the Street from the Girl in the Window

Kristen Bell („Veronica Mars“, „The Good Place“) spielt diese Frau, die im Haus auf der anderen Seite der Straße lebt und jeden Tag damit verbringt, frustriert Wein zu trinken und aus dem Fenster zu schauen – bis sie glaubt Zeugin eines Mordes geworden zu sein. Düsterer Comedy-Thriller mit „Das Fenster zum Hof“-Anleihen. Netflix, 28. Januar

   

    

10. Station Eleven

Einer Pandemie sind vor 20 Jahren 99 Prozent der Weltbevölkerung zum Opfer gefallen. Doch in diesem postapokalyptischen Drama lauern mal keine Zombies oder brutale „Mad Max“-Szenarien. Stattdessen erzählt „Station Eleven" von Kirsten (Mackenzie Davis), die mit einer Shakespeare-Company durch die USA reist, um den Überlebenden die Macht des Theaters zu vermitteln. Starzplay, 30. Januar

   

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