Streik an Unikliniken im Südwesten Hunderte Patienten betroffen - Operationen entfallen

Von red/dpa 

Warnstreiks legen den Betrieb in den Unikliniken Freiburg, Ulm und Tübingen teilweise lahm. Damit will die Gewerkschaft Verdi den Druck im Tarifkonflikt um die nicht-ärztlichen Beschäftigten erhöhen.

Zahlreiche Pflegekräfte legten die Arbeit nieder. Foto: dpa/Patrick Seeger
Zahlreiche Pflegekräfte legten die Arbeit nieder. Foto: dpa/Patrick Seeger

Freiburg/Tübingen/Ulm - Der Warnstreik an den Unikliniken hat am Montag Hunderte von Patienten getroffen. Allein an der Uniklinik Freiburg wurden 140 Operationen und 800 ambulante Behandlungen verschoben. Notfälle und unaufschiebbare Eingriffe seien aber davon nicht betroffen, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weiter mitteilte. Mit Beeinträchtigungen mussten am Montag auch Patienten in Ulm und Tübingen rechnen. An der Klinik in Heidelberg ruft Verdi erst an diesem Dienstag zu einem Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft hat mit dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen den Druck im Tarifkonflikt für die 25.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten der Unikliniken erhöht. Einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde an diesem Dienstag forderte Verdi die Arbeitgeber auf, ihr Angebot nachzubessern. Diese bieten bei einer Laufzeit von drei Jahren einen schrittweisen Anstieg der Gehälter um insgesamt fünf Prozent an. Pfleger und Pflegehelfer sollten zusätzliche Zulagen erhalten. Verdi verlangt acht Prozent mehr Geld auf eine Laufzeit von 18 Monaten.

Bisher seien die Arbeitgeber lediglich bereit, die Pflege und die Auszubildenden zu stärken. Für die große Mehrheit der Beschäftigten - darunter Laboranten, Therapeuten, Verwaltungsmitarbeiter und Techniker - bedeute das derzeitige Angebot Stagnation. Die Ärzte an den Kliniken fallen unter einen eigenen Tarifvertrag.