Streik in São Paulo Polizei geht mit Tränengas gegen Demonstranten vor

In der brasilianischen Millionenmetropole São Paulo ist es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Einsatzkräfte setzten Trängengas und Gummigeschosse gegen die seit Tagen streikenden U-Bahnfahrer und Protestteilnehmer ein.

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In der brasilianischen Millionenmetropole São Paulo ist es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Einsatzkräfte setzten Trängengas und Gummigeschosse gegen die seit Tagen streikenden U-Bahnfahrer und Protestteilnehmer ein.

São Paulo - In der WM-Eröffnungsstadt São Paulo sind Polizei- Spezialeinheiten mit Tränengas und Gummigeschossen gegen streikende U-Bahnfahrer und Demonstranten vorgegangen. Die Sicherheitskräfte räumten am Montag die U-Bahnstation Ana Rosa. Eine Gruppe von rund 100 Demonstranten unterstützte die Streikenden. Sie blockierten zeitweise eine mehrspurige Straße und setzten Müll auf der Fahrbahn in Brand. Es gab nach örtlichen Medienberichten etwa ein Dutzend Festnahmen. Nur 31 der 65 Metro-Stationen der Stadt waren am Montagvormittag (Ortszeit) offen.

Ein Arbeitsgericht hatte den Ausstand der U-Bahnfahrer am Sonntag als „missbräuchlich“ verurteilt und der Gewerkschaft mit einer Strafe von 500 000 Reais (rd. 165 000 Euro) für jeden weiteren Streiktag gedroht. Die U-Bahnfahrer der Metro fordern eine Gehaltserhöhung von 12,2 Prozent. In São Paulo wird am Donnerstag die Fußball-WM mit dem Spiel Brasilien gegen Kroatien eröffnet. Am Dienstag und Mittwoch hält der Fußballweltverband FIFA zudem seinen Kongress in der Millionenmetropole ab.

 

 




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