Streit im Einzelhandel Verdi und Stadt sprechen über Verkaufssonntage

Eigentlich sollten am Sonntag, 2. Oktober, Kunden in die Läden auf der Königstraße strömen – doch die Veranstaltung wurde abgesagt. Foto: dpa
Eigentlich sollten am Sonntag, 2. Oktober, Kunden in die Läden auf der Königstraße strömen – doch die Veranstaltung wurde abgesagt. Foto: dpa

Die Gewerkschaft Verdi und die Stadtverwaltung treffen sich an diesem Freitagmorgen, um über die heiß diskutierten Fragen zu den verkaufsoffenen Sonntagen zu sprechen.

Digital Unit : Sascha Maier (sma)
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Stuttgart - Die Gewerkschaft Verdi und die Stadtverwaltung treffen sich an diesem Freitagmorgen, um über die heiß diskutierten Fragen zu den verkaufsoffenen Sonntagen zu sprechen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Verdi von der ursprünglichen Position, Einzelhändlern im gesamten Stadtgebiet am Sonntag prinzipiell einen Riegel vorzuschieben, ein wenig zurückrudert. Darauf weist die Aussage von Gewerkschaftsekretärin Christina Frank hin, zumindest 2016 Stadtbezirken jenseits der City verkaufsoffene Sonntage wie gehabt zu erlauben. Betroffen von dem Widerspruch, den Verdi nach eigener Aussage mit einer einstweiligen Verfügung durchsetzen würde, bleibt der große verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt, der von der City-Initiative Stuttgart (Cis) veranstaltet wird.

Der Vorstoß der Gewerkschaft hat heftige Diskussionen ausgelöst. City-Managerin Bettina Fuchs übte deutliche Kritik an dem Kurs von Verdi. Auch die örtlichen Gewerbe- und Handelsvereine verurteilten die Absage verkaufsoffener Sonntage – und kritisierten ihrerseits Fuchs. Denn diese kündigte an, den verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt dann wieder anzuberaumen, sowie Verdi Milde bei den kleinen Veranstaltungen in den Stadtbezirken zeigt. Das, befürchten die Vereine, könne Verdi provozieren und wieder in einer Absage an alle verkaufsoffenen Sonntage gipfeln. Stadt und Gewerkschaft werden die Ergebnisse ihrer Unterhaltung heute um 11 Uhr mitteilen.




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