Die IG Metall hat in Ostdeutschland noch immer zu wenig Macht, um die Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden in der Fläche durchzusetzen, meint Matthias Schiermeyer. Um nicht wieder Schiffbruch zu erleiden wie 2003, agiert sie diesmal aber vorsichtiger.

Politik: Matthias Schiermeyer (ms)

Stuttgart - Noch scheint die Absage an weitere Verhandlungen nicht endgültig zu sein. Bleibt es aber dabei, wäre es das Eingeständnis der sonst so selbstbewussten IG Metall, dass es ihr im Osten an der Durchsetzungsfähigkeit fehlt, um die 35-Stunden-Woche durchzudrücken. Das muss sie schmerzen. Damit bewältigt sie auch nicht ihr Trauma von 2003, als sie wegen des gescheiterten Kampfes um die Arbeitszeit beinahe auseinander brach.

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