Streit um soziales Netzwerk Twitter stuft Trump-Tweet als Gewaltverherrlichung ein

Von red/AP 

Der Konflikt zwischen Donald Trump und Twitter spitzt sich weiter zu. Jetzt hat das soziale Netzwerk einen Tweet des US-Präsident nach den Unruhen in Minneapolis als gewaltverherrlichend eingestuft.

Trump und Twitter sind füreinander irgendwie wichtig – nur leiden können sie sich nicht. Foto: AFP/OLIVIER DOULIERY
Trump und Twitter sind füreinander irgendwie wichtig – nur leiden können sie sich nicht. Foto: AFP/OLIVIER DOULIERY

Minneapolis - Der Kurzmitteilungsdienst Twitter hat einen Tweet von Präsident Donald Trump als Verstoß gegen seine „Regeln zur Gewaltverherrlichung“ eingestuft. Trump hatte am Donnerstagabend (Ortszeit) für die Unruhen in Minneapolis Rowdys - „THUGS“ - verantwortlich gemacht und dem Gouverneur von Minnesota, Tim Waltz, versichert, dass das Militär auf seiner Seite stehe. „Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen“, drohte er.

Twitter, das zuvor erstmals Tweets des Präsidenten zu Briefwahlen mit Anmerkungen versehen hatte, erklärte, trotz des Regelverstoßes habe das Unternehmen beschlossen, diese Äußerung zugänglich zu lassen, weil „möglicherweise ein öffentliches Interesse daran besteht“. Trump hatte auf die ersten Warnhinweise mit einem Erlass reagiert, mit dem er die sozialen Medien publizistisch für Veröffentlichungen auf ihren Plattformen verantwortlich zu machen droht.

Für die Unruhen nach dem Tod eines Schwarzen bei dessen Festnahme machte Trump in scharfem Ton die politischen Verantwortlichen in Minneapolis verantwortlich. Bürgermeister Jacob Frey warf er „einen völligen Mangel an Führung“ vor. Entweder, der „radikale Linke“ reiße sich zusammen „oder ich schicke die Nationalgarde, um den Job erledigt zu bekommen“. Die Demonstranten bezeichnete er als Rowdys, die das Andenken an George Floyd, den bei der Festnahme umgekommenen Schwarzen, entehrten. Das werde er nicht zulassen.




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