Ab 2026 bezuschusst die Bundesregierung die Netzentgelte in Deutschland. Dadurch sinken die Stromkosten für Privathaushalte. Doch wie groß ist die Entlastung tatsächlich?
Die Bundesregierung geht davon aus, dass ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden rund 100 Euro pro Jahr spart. Das entspricht etwa 8,33 Euro pro Monat.
Der ADAC rechnet mit einer durchschnittlichen Entlastung von 1,52 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der durchschnittliche Strompreis 2025 bei 39,6 Cent pro Kilowattstunde. Durch die staatliche Bezuschussung würde der Preis rechnerisch auf 38,08 Cent pro Kilowattstunde sinken.
Rechenbeispiele: So wirkt sich die Entlastung aus
Single-Haushalt (2.000 kWh/Jahr)
- 2.000 kWh × 0,0152 Euro = 30,40 Euro Ersparnis pro Jahr
→ rund 2,50 Euro pro Monat
Zwei-Personen-Haushalt (3.000 kWh/Jahr)
- 3.000 kWh × 0,0152 Euro = 45,60 Euro pro Jahr
→ etwa 3,80 Euro pro Monat
Familienhaushalt (3.500 kWh/Jahr)
- 3.500 kWh × 0,0152 Euro = 53,20 Euro pro Jahr
→ rund 4,40 Euro pro Monat
Großer Haushalt (5.000 kWh/Jahr)
- 5.000 kWh × 0,0152 Euro = 76 Euro pro Jahr
→ gut 6,30 Euro pro Monat
Entlastung fällt unterschiedlich aus
Wie stark Haushalte entlastet werden, variiert. Die Bundesregierung weist auf ihrer Webseite darauf hin, dass der Strompreis von mehreren Faktoren abhängt. Dazu zählen unter anderem das jeweilige Verteilernetz, das individuelle Verbrauchsverhalten – also wie und zu welchen Zeiten Strom genutzt wird – sowie Größe und Dämmstandard der Wohnung. Pauschale Aussagen zur konkreten Entlastung sind daher nicht möglich. Die genannten Beispielrechnungen dienen lediglich als grobe Orientierung.