Strotmanns Magic Lounge feiert Zehnjähriges Wie eine kleine Bühne in Stuttgart ganz ohne Zuschüsse brummt

Von Uwe Bogen 

Magie vollbringt Wunder. Viele glauben, das größte Wunder von Thorsten Strotmann ist, dass er seit zehn Jahren ein rein privates Theater ohne Zuschüsse führt. Bei seiner Geburtstagsparty wurde klar, warum dies so gut funktioniert.

Zauberkünstler Thorsten Strotmann mit seinen Nachbarn, dem Fanta-Manager Andreas „Bär“ Läsker und seiner Frau Gaby Läsker, auf dem roten Teppich vor Strotmanns Magic Lounge. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 8 Bilder
Zauberkünstler Thorsten Strotmann mit seinen Nachbarn, dem Fanta-Manager Andreas „Bär“ Läsker und seiner Frau Gaby Läsker, auf dem roten Teppich vor Strotmanns Magic Lounge. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Seine Mutter hat Gutsle aus Mürbeteig für alle 180 Gäste gebacken, seine Frau bekommt am Ende einen Kuss auf den Mund: Beim Magier Thorsten Strotmann geht’s im eigenen Theater im Römerkastell sehr familiär zu. Auch alle Helfer, ob hinter den Kulissen oder an der Theke, gehören zur großen Zauberfamilie, wie beim Aufmarsch der strahlenden Gesichter im Finale deutlich wird. Alle ziehen auf eine besonders herzliche Art an einem Strang, was den Besuch in Strotmanns Magic Lounge so angenehm und einzigartig macht.

Schon zu Beginn der Geburtstagsshow gibt’s Standing Ovations. Alle Gäste stehen auf, um einen Mann zu ehren, der mit Zauberkunst das Unmögliche möglich macht – dem dies aber auch als Geschäftsmann gelingt. Als Strotmann Anfang 2009 mit der Idee zur Bank ging, ein Close-up-Theater in einem intimen Saal mit sieben Reihen und poetischem Kronleuchter-Flair ohne Subventionen zu eröffnen, wurde er fast ausgelacht. So was gab’s bisher nicht. Es dauerte, bis der gewünschte Kredit bewilligt wurde.

Das Theater ist zu 90 Prozent ausverkauft

In den ersten Wochen kamen oft nur zwölf Zuschauer in das festlich illuminierte Theater im Römerkastell, das früher eine Lagerhalle war, in der etwa die Fantastischen Vier für ihre Tour probten. Die Mund-zu-Mund-Propaganda schlug dann aber ein. „Schon nach drei Monaten haben wir verdient“, sagt Strotmann, „nach zweieinhalb Jahren konnten wir den Kredit zurückzahlen.“ Heute ist die Magic Lounge zu 90 Prozent ausverkauft – bei 230 öffentlichen Vorstellungen im Jahr.

Zur Geburtstagsshow hat Strotmann Stammgäste eingeladen wie zwei ältere Damen, die bereits 40-mal kamen, aber auch Nachbarn wie Fanta-Manager Andreas „Bär“ Läsker mit seiner Frau Gaby und Phönixhallen-Chefin Stefanie Stoll sowie Künstlerkollegen wie Frl. Wommy Wonder.

Benfizabend am 15. Oktober fürs Kinderglückswerk

Strotmann ist nicht nur ein verblüffender Zauberer, sondern auch ein hervorragender Entertainer. Prädikat: absolut staunenswert. Mit geistreichem Witz und Charme landet er seine Treffer und führt an diesem Abend mal wieder vor, warum ein kleines Theater auch ohne öffentliche Zuschüsse erfolgreich sein kann. Von seinen Plänen, in Leonberg oder Böblingen ein eigenes Theater zu bauen, ist er abgerückt. Wo es doch so schön familiär im Römerkastell zugeht. Der Beifall könnte nicht stürmischer sein.

Am 15. Oktober findet in Strotmanns Magic Lounge ein Benefizabend zugunsten des Vereins Kinderglückswerk statt. An diesem Abend wird unter anderem ein besonderes Exemplar des Buchs „Charakterköpfe – Stuttgarts Junge Wilde“ versteigert, das von allen 58 Porträtierten und den beiden Buchmachern unterschrieben worden ist.

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