Studie der Uni Stuttgart über Abbrecher Augen auf bei der Studienwahl

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Regelmäßig brechen junge Menschen ihr Studium ab – aus verschiedenen Gründen. Wer mit Herzblut und Interesse studiert, tut sich leichter und verbessert auch seine Berufschancen, meint die StZ-Redakteurin Inge Jacobs.

Die Universität Stuttgart hat die Gründe für Studiumsabbrüche untersucht. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Die Universität Stuttgart hat die Gründe für Studiumsabbrüche untersucht. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Zugegeben: das Studienangebot wird immer umfangreicher, das macht den Abiturienten die Wahl des für sie passenden Studienfachs nicht einfach. Da kann man sich schon mal vertun. Und da ist es tatsächlich besser, lieber früher als später den Kurs zu ändern und das Studium des „falschen“ Fachs abzubrechen. Das läuft an der Uni dann statistisch unter Schwund. Interessant ist, dass das beim Fach Mathe den meisten so geht, bei der Luft- und Raumfahrttechnik aber nicht mal jedem fünften, wie die Abbrecherstudie der Uni Stuttgart zeigt.

Es lohnt sich, nach den Gründen zu schauen. Wie sich aus der Auswertung ergibt, scheitern Studierende in den Ingenieurwissenschaften am fehlenden Praxisbezug, vor allem aber an den theoretischen Anforderungen und am Leistungsniveau. Die beiden letzteren Punkte gelten in ähnlichem Maß für Mathe und Naturwissenschaften. Der Unterschied zwischen den so weit auseinander liegenden Schwundquoten ist vor allem darin begründet, dass Mathe jeder studieren kann, Luft-und Raumfahrttechnik aber nur die Besten.

Leidenschaft und Interesse fürs Fach helfen beim Studium

Das heißt: wer sich bei letzterer bewirbt, muss es wirklich wollen – und können. Beratungsexperten zufolge hilft es grundsätzlich, wenn man eine Sache mit Herzblut angeht und bereits im Studium eine klare Berufsperspektive hat. Ersteres, nämlich Leidenschaft und Interesse, sollte eine Grundhaltung beim Studieren sein. Eine Berufsperspektive erschließt sich allerdings nicht in jedem Fach automatisch. Das erfordert zuweilen auch Mut, Kreativität und Eigeninitiative. Dies hat aber nicht jeder.

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