Studie der US-Klimabehörde NOAA 2019 könnte zweitwärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn werden

Von dpa/mba 

Der Oktober 2019 ist der zweitwärmste Oktober. Zumindest seit Ende des 19. Jahrhunderts die Wetterdaten aufgezeichnet werden. Auch eine weitere Erkenntnis aus der Studie der NOAA ist alarmierend.

Der Umfang des arktischen Eises schrumpft immer weiter zusammen. Foto: dpa/Ulf Mauder
Der Umfang des arktischen Eises schrumpft immer weiter zusammen. Foto: dpa/Ulf Mauder

New York - Der vergangene Monat ist nach Messungen der National Oceanic and Atmospheric Administration, kurz NOAA, global der zweitwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,98 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 14 Grad gelegen, teilte die US-Klimabehörde am Montag mit.

Dieser Wert liege nur 0,06 Grad unter dem Oktober 2015, der bisher den Temperatur-Rekord hält. Besonders warm war es nach Angaben der NOAA unter anderem in Spanien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Australien.

Eisfläche geht weiter zurück

Auch der Zeitraum von Januar bis Oktober war nur 2015 wärmer im Schnitt wärmer als dieses Jahr. Damit steuert 2019 darauf zu, das zweitwärmste Jahr in der Ära der Wetteraufzeichnungen zu werden und reiht sich in einen alarmierenden Trend ein. Die fünf Jahre mit der historisch höchsten Durchschnittstemperatur befinden sich alle in den vergangenen fünf Jahren.

Die Studie berichtet daneben eine weitere beunruhigende Erkenntnis, denn das Eis der Arktis schrumpft weiterhin. Dessen Umfang ist auf seinen niedrigsten Oktober-Wert gesunken, seitdem solche Daten per Satellit erhoben werden.