Studie zum Profisport Die Deutsche Eishockey-Liga

Sport: Tobias Schall (tos)

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) ist der Zoo des Sports in good old Germany. In keiner anderen Sportart wurde die Symbolik des an PR-Flipcharts designten modernen nordamerikanischen Sportwesens so klar übernommen – was eine Artenvielfalt von Eisbären über Haie und Hähne (Roosters) bis hin zu Panthern mit sich gebracht hat. Das erleichtert einerseits die Vermarktung im klassischen Merchandising, „erschwert aber die Ausdifferenzierung“, sagt Bühler. Also die Abgrenzung von den Konkurrenten, weil alle Vereine nach außen praktisch zumindest fast identische Werte verkörpern. Mit den Eisbären Berlin gibt es nur einen Club, der fanübergreifend als eindeutige „echte Marke“ wahr genommen wird. Die Adler Mannheim werden zumindest mehrheitlich als eine „Championsmarke“ definiert, sie wecken also den Gedanken „Erfolg“. Die langjährigen Vorzeigevereine Düsseldorfer EG und die Kölner Haie gelten als Traditionsmarken. „Trotz der vielen Veränderungen im Eishockey ist es diesen beiden Clubs gelungen, ihre traditionelle Wahrnehmung aufrechtzuerhalten“, sagt Experte Bühler. Die Iserlohn Roosters und die Straubing Tigers werden als regionale Marke angesehen. Die Hamburg Freezers, die Grizzly Adams aus Wolfsburg und Red Bull München sind für die Eishockeyfans klar Retortenvereine. Alle anderen Clubs tauchen gar nicht auf.

Ein großer Vorteil der DEL: durch das geschlossene Spielsystem ist sie die einzige Liga, die planbar ist, zumindest dahingehend, dass die Gefahr nicht besteht, sportlich abzusteigen. Das begünstigt den langfristigen Aufbau einer Marke.

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