Stürmer des VfB Stuttgart Das sagt Tiago Tomas über seine Zukunft
Der bis Sommer ausgeliehene Tiago Tomas hat sich im Trainingslager des VfB Stuttgart nicht nur zur sportlichen Situation geäußert, sondern auch zu seiner persönlichen.
Der bis Sommer ausgeliehene Tiago Tomas hat sich im Trainingslager des VfB Stuttgart nicht nur zur sportlichen Situation geäußert, sondern auch zu seiner persönlichen.
Seit einem Jahr ist er beim VfB Stuttgart, und sein Leihvertrag läuft noch bis Saisonende. Danach weiß Tiago Tomas nicht, wie es für ihn weitergeht. Der Fußball-Bundesligist verfügt zwar über eine Kaufoption für den Stürmer mit Stammverein Sporting Lissabon, doch die Ablösesumme ist hoch. Sie liegt bei 12,5 Millionen Euro. Nach dem bisherigen Saisonverlauf würde das der VfB kaum für Tomas (zwei Tore und zwei Torvorlagen in 13 Einsätzen) bezahlen. Aber der 20-Jährige verfügt über Potenzial. Dieses will er in den kommenden Monaten abrufen. Im Trainingslager in Marbella äußert sich der Portugiese aber nicht nur zu seinen Zielen. Tiago Tomas spricht über ...
... seine Sprachkenntnisse „Außer Portugiesisch spreche ich Englisch und Spanisch. Letzteres habe ich als Kind in der Schule gelernt. Beide Fremdsprachen nutzen mir in der Mannschaft. Als Mateo Klimowicz noch da war, konnte ich mein Spanisch mit ihm auffrischen, jetzt mit Juan Perea. Deutsch zu sprechen, fällt mir dagegen schwer. Ich habe einmal die Woche Unterricht und bleibe dran. Auf dem Platz gibt es keine Verständigungsschwierigkeiten. Die wichtigsten deutschen Fußballbegriffe habe ich parat.
... das harte Training „Das Training ist im Moment sehr intensiv und umfangreich. Von Portugal bin ich das nicht gewohnt. Da waren selbst zwei Einheiten am Tag während der Saison eine Seltenheit. Jetzt trainieren wir teilweise dreimal am Tag. Ich bin aber überzeugt davon, dass die vielen Übungseinheiten uns gut tun. Das ist genau das, was das Team braucht. Die Saison ist noch recht lang, und wir werden im Abstiegskampf von der jetzt harten Arbeit profitieren.“
... über die Mannschaft „Wir sind nach wie vor eine junge Mannschaft. In uns steckt viel fußballerisches Talent, aber in manchen Situationen fehlt eben die Erfahrung. Das hat man in manchen Spielen gemerkt. Jetzt geht es darum, uns zu verbessern und die vorhandene Qualität konstant auf den Platz zu bringen. Denn der VfB gehört nicht in die untere Tabellenregion.“
... über die Tabellensituation „Es ist klar, dass wir den 16. Rang so schnell wie möglich wieder verlassen wollen. Unten zu stehen, ist nicht unser Anspruch. Die Mannschaft verfügt über genügend Qualität, um in der Tabelle etwas nach oben zu klettern.“
... über die eigene Entwicklung „In Stuttgart bin ich nicht nur das erste Mal im Ausland, sondern im Alltag auch auf mich alleine gestellt. Meine Eltern, meine Schwester und einige Freunde sind zwar öfters bei mir in Deutschland, aber es ist eine große Umstellung, weg von der Heimat zu sein. Der VfB hat mir jedoch in allen Bereichen sehr geholfen. Ich glaube, dass ich mich in Stuttgart persönlich entwickle, aber ebenso sportlich. Und am Ende kommt es ja darauf an, wie gut meine Leistung auf dem Platz ist.“
. . . über seine Position „Ich spiele sowohl im Zentrum als auch über außen gerne. Von wo ich komme, ist für mich nicht so wichtig. Entscheidend ist, wo sich Räume auftun, damit ich meine Stärken ausspielen kann. Meine Position hängt somit unter anderem von der Taktik ab. Der Trainer Bruno Labbadia verlangt grundsätzlich von uns, dass wir viel Druck machen – auch nach Ballverlusten.“
... über die Zukunft „Ich fühle mich sehr wohl beim VfB und kann mir vorstellen, über den kommenden Sommer hinaus in Stuttgart zu bleiben. Aber diese Entscheidung habe ich nicht alleine zu treffen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Mein Part ist es, beim Fußball zu überzeugen.“