Stürmer des VfB Stuttgart Fit, aber nicht im Kader – warum Deniz Undav noch fehlte

Deniz Undav und das Maskottchen Fritze – im neuen Jahr will der Stürmer des VfB Stuttgart wieder mitmischen. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Deniz Undav fehlt dem VfB Stuttgart seit Wochen. Am Samstag gegen den FC St. Pauli hätte der Angreifer nach eigener Aussage wieder mitmischen können. Tat er aber nicht. Warum?

Sport: Dirk Preiß (dip)

Sein Stammplatz war in den vergangenen Wochen nicht in der Offensivformation des VfB Stuttgart – sondern auf einer Bank am Spielfeldrand. Zumindest bei den Heimspielen in der MHP-Arena. Dort saß Deniz Undav auch am Samstag während der Partie des VfB gegen den FC St. Pauli. Obwohl er nach seinem Muskelfaserriss von Mitte November wieder fit war.

 

Und einsatzbereit – sagte jedenfalls der Stürmer selbst dem TV-Sender Sky in der Pause der Partie. Er hätte spielen, zumindest im Kader stehen können, meinte der 28-Jährige. Warum saß er dann in der grauen Daunenjacke neben dem ebenfalls lange verletzten Jamie Leweling neben der Ersatzbank?

„Deniz ist auf dem Weg zurück“, sagte Sebastian Hoeneß nach der Partie. Der VfB-Trainer betonte aber auch: „Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“ Wenn Undav spiele, meinte der Coach, solle der Stürmer dabei „auch gesund“ bleiben. Womöglich ist das ja eine Folge der jüngsten Verletzungsgeschichte des Angreifers.

Am 1. November wirkte Undav beim 0:0 des VfB bei Bayer Leverkusen noch mit, fehlte dann aber wegen einer Oberschenkelzerrung. In der folgenden Länderspielpause blieb Undav zu Hause, war drauf und dran, die Verletzung auszukurieren – eher sie in schlimmerer Form wieder aufbrach.

Seitdem fiel der Nationalspieler mit einem Muskelfaserriss aus. Fünf Bundesliga- und zwei Champions-League-Spiele sowie eine DFB-Pokal-Partie verpasste Deniz Undav. Und dann eben auch noch das Heimspiel gegen den FC St. Pauli, das der VfB 0:1 verlor. Wäre es mit Undav anders gelaufen?

Schwer zu sagen – und beim VfB stellte man sich diese Frage auch nicht. Denn wie der Trainer Hoeneß erklärte auch der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Wir wollten kein Risiko eingehen.“ Das sei mit Deniz Undav auch so besprochen gewesen. Damit der Stürmer im neuen Jahr mithelfen kann, die Stuttgarter in der Liga noch ein bisschen weiter nach oben zu schießen. Auch in die Zwischenrunde der Champions League und ins Pokal-Halbfinale.

„Wir erwarten ihn frisch und munter am 2. Januar“, sagte Wohlgemuth. Und nicht nur ihn. Auch Jamie Leweling soll dann wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Flügelspieler verpasste die gleiche Anzahl an Spielen wie Deniz Undav. Weiterhin fehlen werden im Januar dagegen Dan-Axel Zagadou und El Bilal Touré. Auch Justin Diehl wird wegen einer Muskelverletzung zunächst nicht dabei sein, wenn der VfB die kurze Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte aufnimmt.

Am 5. Januar testen die Stuttgarter gegen Ajax Amsterdam, am 12. Januar geht es in der Bundesliga bereits beim FC Augsburg wieder um Punkte.

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