Im DFB-Pokal fehlt Luca Pfeiffer im Aufgebot des VfB – und Trainer Sebastian Hoeneß übt klare Kritik an den jüngsten Leistungen des Angreifers. Kommt es in diesem Sommer noch zu einem Wechsel?
Schon in den vergangenen Wochen war Luca Pfeiffer (26) beim VfB Stuttgart nur noch zu Kurzeinsätzen gekommen. Jetzt, zum Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gegen die TSG Balingen (4:0), spielte der Stürmer überhaupt keine Rolle mehr und fehlte im Kader. Trainer Sebastian Hoeneß begründete die Nicht-Berücksichtigung schlicht und ergreifend mit „Leistungsgründen“. Er habe andere Spieler vor Pfeiffer gesehen. Die Youngster Jovan Milosevic (18) und Mohamed Sankoh (19) zum Beispiel.
Ganz grundsätzlich zeigte sich der Stuttgarter Coach nicht glücklich mit dem, was er in den vergangenen Wochen von seinem Stürmer zu sehen bekam: „Luca hat leider nicht ganz die Vorbereitung gespielt, wie ich es mir gewünscht habe, das muss ich ehrlich sagen.“ Das habe er ihm auch schon in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Die Aussicht auf Einsatzchancen in der neuen Saison sind damit geringer denn je, die Zeichen stehen damit mehr denn je auf Trennung.
Kein Bundesliga-Torerfolg in der vergangenen Saison
Der Zweitligist FC St. Pauli soll Interesse haben, der VfB würde Pfeiffer bestimmt keine Steine in den Weg legen. Ein konkretes Angebot liegt dem Stuttgarter Sportdirektor Fabian Wohlgemuth zufolge aber nicht vor, Pfeiffers Vertrag läuft noch bis 2026.
Eine Trennung wäre das Ende eines Missverständnisses, das nun schon ein Jahr andauert. Im August 2022 war Pfeiffer mit der Empfehlung von 17 Toren für den SV Darmstadt in der zweiten Liga zum VfB gewechselt. Seine „Torgefahr, Athletik und Erfahrung“ hatte der damalige Sportdirektor Sven Mislintat gelobt.
Beim VfB aber kam er nie richtig an, fand kaum Bindung zum Spiel. Auch nicht, als im Februar durch die Verletzung von Serhou Guirassy die Tür zur Startelf aufging. Die Bilanz: 19 Einsätze in der Bundesliga, nur sechs von Beginn an, kein Tor. Das könnte sich ändern bei einem neuen Verein.