Stürmer des VfB Stuttgart Ultimatum an Bayern? Woltemade-Berater bezieht Stellung
Angeblich soll die Spielerseite den Münchnern eine Frist gesetzt haben, um Klarheit im Transferpoker zu schaffen. Doch die Lage stellt sich anders dar.
Angeblich soll die Spielerseite den Münchnern eine Frist gesetzt haben, um Klarheit im Transferpoker zu schaffen. Doch die Lage stellt sich anders dar.
Der Wirbel um Nick Woltemade nimmt kein Ende. Seit Wochen beschäftigt die Personalie nicht nur den VfB Stuttgart und den FC Bayern, sondern die gesamte Fußballbranche in Deutschland. Es wird dabei informiert, interpretiert und spekuliert, wenn es um die Frage geht, ob der Nationalstürmer tatsächlich vom Pokalsieger zum Rekordmeister wechselt – und es ist kein Ende der Transferposse in Sicht.
Zuletzt vermeldeten die TV-Sender RTL/ntv, dass die Spielerseite den Münchnern ein Ultimatum gestellt habe. An der Säbener Straße solle man für Klarheit sorgen, ob man Woltemade in diesem Sommer verpflichten wolle. Noch in der laufenden Woche solle das passieren. Damit verbunden wäre, dass die Bayern ihr Angebot für den 23-jährigen Wunschspieler erhöhen müssten. Insgesamt 55 Millionen Euro betrug die letzte Offerte, die der VfB-Vorstand um den Vorsitzenden Alexander Wehrle umgehend abgelehnt hatte. Seither herrscht Funkstille.
Nach Informationen unserer Redaktion gibt es jedoch gar keine Frist, die von Spielerseite an den FC Bayern herangetragen wurde. Woltemades Berater Danny Bachmann dementiert diesen Sachverhalt, der sofort viel Aufmerksamkeit in anderen Medien und somit der Öffentlichkeit erregt hatte. Bachmann distanziert sich auch davon, dass man mit dem Szenario gedroht habe, Woltemade würde sich gegenüber anderen Vereinen öffnen, wenn es den Münchnern nicht in absehbarer Zeit gelingen sollte, eine Einigung mit dem VfB zu erzielen.
Vielmehr ist es nach wie vor Woltemades Wunsch in der anstehenden Saison, das Bayern-Trikot zu tragen. Bachmann hofft weiter darauf, dass sich die Verantwortlichen beider Seiten an einen Tisch setzen. Mit eigenen Aussagen hält er sich aber zurück. Bisher erachten es die Stuttgarter jedoch nicht für notwendig, über eine Transfersumme zu verhandeln, da der Angreifer nicht zum Verkauf stünde. Und die Haltung an der Mercedesstraße bleibt hart. Erst bei einem „außerordentlichen“ Angebot wollen die VfB-Bosse die Bereitschaft zeigen, über einen möglichen Transfer konkret zu sprechen.
Stellt sich nur die Frage, ab wann den Stuttgartern eine Ablösesumme für Woltemade außerordentlich genug erscheint. Bisher ging man von 65 Millionen Euro aus – als Verhandlungsbasis. Doch der VfB hat auch diese Zahl nie bestätigt und wie berichtet, gibt es im Clubhaus mit dem roten Dach auch keine interne Frist, bis wann ein Wechsel zustande gekommen sein muss. Der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hat dagegen mehrfach betont, dass der Bundesligist weiter mit Woltemade plant. Ebenso der Chefcoach Sebastian Hoeneß.
Der Stürmer selbst trainiert, spielt und hält sich mit Aussagen zurück. Dabei ist es nicht schwer vorauszusagen, dass der Rummel um Woltemade in der nächsten Woche zunehmen wird. Denn dann steht am Samstag, 16. August, in der Stuttgarter MHP-Arena der Supercup an. Der Pokalsieger VfB erwartet den Meister FCB – eine Begegnung um den ersten Titel in dieser Saison.
Für Woltemade ist das Aufeinandertreffen aber noch viel mehr. Er und sein Berater Bachmann hoffen, dass der Wirbel dann bald ein Ende nimmt.