Kaum ist die letzte Sperrung vorbei, folgt schon die nächste. Pendler müssen sich auf der B 29 erneut auf einspurigen Verkehr und Staus einstellen.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Kaum ist die eine Baustelle abgebaut, rückt auf der B 29 schon die nächste Kolonne an. Zwischen Schorndorf und Winterbach (Rems-Murr-Kreis) wird erneut gearbeitet – diesmal nicht direkt am Asphalt, sondern an einer Stützwand entlang der Bundesstraße. Für Pendler bedeutet das trotzdem: bremsen, einfädeln, Geduld mitbringen.

 

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, laufen dort bereits seit Oktober vergangenen Jahres umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an der Betonwand entlang der Strecke. Nun geht die Maßnahme in die nächste Phase. Ab Montag, 18. Mai, wird der parallel verlaufende Wirtschaftsweg auf der südlichen Seite der B 29 eingeengt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 6. Juni dauern.

Sanierungswelle auf der B 29: Millionenprojekt bei Schorndorf

Die Baustelle reiht sich ein in eine lange Serie von Sanierungen entlang der vielbefahrenen Ost-West-Achse. Erst Anfang Mai hatte die kurzfristige Reparatur der Wieslaufbrücke bei Schorndorf stockenden Verkehr verursacht. Damals musste die Fahrbahn wegen Schäden im Belag verengt werden. Zuvor lief seit 2024 die großangelegte Sanierung zwischen Urbach und Lorch – ein Mammutprojekt mit Kosten von rund 22 Millionen Euro.

Jetzt also die nächste Etappe. Konkret werden an der Stützwand Fugen und beschädigte Betonbereiche saniert. Die Arbeiten waren laut dem Regierungspräsidium im Dezember wegen der Witterung unterbrochen worden und werden nun fortgesetzt. Ziel sei es, die Konstruktion langfristig abzudichten und zu stabilisieren.

Engpass auf der B 29: Einspuriger Verkehr bei Schorndorf

Für Autofahrer wird es dabei erneut eng. Während der Bauzeit soll es auf der B 29 zwei bis drei sogenannte Tagesbaustellen geben. Diese werden jeweils zwischen 9 und 15 Uhr eingerichtet. In Fahrtrichtung Schorndorf steht dann nur noch die linke Spur zur Verfügung. Der Verkehr wird einspurig an den Arbeiten vorbeigeführt.

Immerhin: Fußgänger und Radfahrer sollen den parallel verlaufenden Wirtschaftsweg trotz der Baustelle weiter nutzen können. Für landwirtschaftliche Fahrzeuge wird eine Umleitung über umliegende Wirtschaftswege ausgeschildert.

Mit vergleichsweise überschaubaren Kosten von rund 80.000 Euro soll die Stützwand nun fit für die kommenden Jahre gemacht werden. Der Bund finanziert die Maßnahme.