Sturm bei Rock am Ring Heftige Windböen machen Festival-Besuchern zu schaffen

Von red/dpa 

Beim Festival „Rock am Ring“ fließt das Bier, die Sonne scheint und die Musik dröhnt – doch es ging auch stürmisch zur Sache. Starke Windböen machten Besuchern auf Campingplätzen zu schaffen.

Auch ein Sturm kann Festival-Besuchern bei Rock im Ring nicht die Laune verderben. Foto: Thomas Frey/dpa 9 Bilder
Auch ein Sturm kann Festival-Besuchern bei Rock im Ring nicht die Laune verderben. Foto: Thomas Frey/dpa

Nürburg/Nürnberg - Es ist wieder Festival-Zeit: Mit „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ ist er am Wochenende endgültig gestartet, der Festival-Sommer 2019. Am Nürburgring und auf dem Nürnberger Zeppelinfeld fließt das Bier, die Sonne scheint, die Musik dröhnt.

Die laut Veranstalter rund 86 000 Fans am Ring haben dieses Jahr vorerst Glück gehabt: Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes zum Trotz zogen in der Nacht zum Samstag die Gewitterwolken ohne Blitz und Donner am Nürburgring vorbei. Heftige Windböen machten allerdings Zehntausenden Besuchern auf Campingplätzen zu schaffen.

Blauer Himmel und grüne Eifelhügel

Beim Auftritt der Alternative-Rock-Band Smashing Pumpkins auf der Hauptbühne ging die Sonne vor einem größtenteils blauen Himmel und den grünen Eifelhügeln unter. Tausende Handykameras fingen diese Momente ein. Die Fans tobten zur melodiös-melancholischen Musik der US-Formation. Zum Abschluss heizte auf der Hauptbühne die Metal-Band Tool mit deutlich härteren Tönen ein. Am Samstagmorgen frühstückten manche Fans unter dem Gestänge ihrer Partyzelte ohne Zeltplane. Enno aus Heinsberg in Nordrhein-Westfalen sagte: „Wir haben die Plane lieber gleich zur Sicherheit abgemacht.“ Sein Kumpel Till ergänzte: „Ich habe mit Ohrenstöpseln geschlafen, weil der Wind so laut war.“ Manche kleinere Zelte wurden notdürftig mit Klebeband repariert.

„Shitstorm“ wegen Toiletten

Wind und Regen sorgten auch beim etwas kleineren Zwillingsfestival auf dem Nürnberger Zeppelinfeld kurzzeitig für Wirbel - und das ausgerechnet beim Auftritt der ersten Headliner Die Ärzte bei ihrem Comeback. Pavillons und schlecht befestigte Zelte flogen umher. Am Samstagmorgen danach war aber fast alles vergessen - und am Nachmittag strahlte wieder die Sonne.

Eine Sache aber stank den Besuchern in diesem Jahr: Sie schimpften über zu wenig Toiletten auf dem Festivalgelände in Nürnberg. Im Internet brach ein „Shitstorm“ los. Weil es Probleme mit den sanitären Anlagen gab, fielen zahlreiche der 320 Duschen und 130 Wassertoiletten aus. Und die 600 Chemie-Toiletten reichten offenbar nicht für die rund 77 000 Rockfans. Am Samstagmorgen wurden Dutzende Chemietoiletten nachgeliefert.