Sturmbilanz in Stuttgart Stuttgarts Polizei muss zu 107 Sturmeinsätzen ausrücken

Von Wolf-Dieter Obst 

Der erste Auftritt des Sturmtiefs Eberhard ist überstanden. Die Bilanz für Stuttgart lautet: Es hätte schlimmer kommen können.

Kommt ein Stahlblechdach geflogen: Hoher Sturmschaden im Stuttgarter Westen. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner 14 Bilder
Kommt ein Stahlblechdach geflogen: Hoher Sturmschaden im Stuttgarter Westen. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Stuttgart - Einmal kurz durchatmen: Die Stuttgarter Polizei zieht Bilanz zum Sturmtief Eberhard, das am Sonntag mit bis zu 103 Kilometer pro Stunde durch die Landeshauptstadt gefegt ist. Die Streifen mussten zu 107 Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken – „und glücklicherweise hat es keine Verletzten gegeben“, so Polizeisprecher Martin Schautz am Montag.

Der spektakulärste Fall spielte sich am Sonntag kurz nach 14 Uhr ab, als sich in der Johannesstraße im Stuttgarter Westen ein 14 Quadratmeter großes Stahlblech vom Dach eines Hauses löste und auf die Straße krachte. Dabei wurden drei geparkte Fahrzeuge getroffen. Ein Blechteil durchschlug die Heckscheibe eines am Straßenrand abgestellten Mercedes. Glücklicherweise war kein Passant in der Nähe. Wer die Größe des Stahlblechs sieht, muss feststellen: Es hätte noch viel schlimmer kommen können.

Und dann fliegt ein Seecontainer....

Mit Motorsägen und Handwerkszeug war die die Stuttgarter Feuerwehr im Einsatz – in der Leitstelle wurden etwa 70 Alarmfälle registriert. Dabei mussten auch die Freiwilligen Feuerwehren Schwerstarbeit leisten – alarmiert wurden die Abteilungen Birkach, Degerloch, Hofen, Mühlhausen, Münster, Rohracker, Sillenbuch, Stammheim, Untertürkheim, Vaihingen, Wangen und Weilimdorf. Dabei ging es nicht nur um umgestürzte Bäume und fliegende Dachziegel. Im Hafen stürzte der oberste von drei Seecontainern herunter und traf einen geparkten Lastwagen. Hier gab es zum Glück nur Sachschaden.

Für die Landkreise Esslingen, Reutlingen und Tübingen vermeldete das zuständige Polizeipräsidium ebenfalls die erfreuliche Nachricht, dass es wohl keine Verletzte gegeben hat. 35-mal waren umgestürzte Bäume Anlass zu Einsätzen, wobei diese größtenteils von den örtlichen Feuerwehren zeitnah beseitigt werden konnten. In sieben Fällen kam es zum Ausfall von Ampelanlagen. 59 Mal wurden umgestürzte Bauzäune, mobile Toilettenhäuschen, Verkehrszeichen, Fahrräder, Motorroller und Kleinanhänger, diverse Gegenstände auf Fahrbahnen sowie heruntergefallene Dachziegel verzeichnet. Teilweise wurden hier auch geparkte Pkw von umgefallenen Gegenständen und heruntergefallenen Dachziegeln beschädigt.




Unsere Empfehlung für Sie