Sturmwarnung für Leonberg In den Wäldern herrscht derzeit Lebensgefahr

Sturmwarnung: Heute ist kein guter Tag für Sport im Wald. Foto: Archiv
Sturmwarnung: Heute ist kein guter Tag für Sport im Wald. Foto: Archiv

Der starke Wind hat Bäume gelockert, die umfallen können.

Leonberg - Der Pomeranzengarten, die Wälder rund um die Stadt und auch Parkanlagen mit größerem Baumbestand sollten am Donnerstag nicht betreten werden. Darauf macht die Stadtverwaltung  die Bürger aufmerksam. Der Grund dafür ist, dass der Deutsche Wetterdienst eine Sturmwarnung der Stärke 2 bis 3 für Donnerstag, 18. Januar, für den Landkreis Böblingen ausgesprochen hat. Ein Sturmtief über der Nordsee führt mit kräftiger Westströmung Meeresluft arktischen Ursprungs bis nach Baden-Württemberg.

Der Pomeranzengarten sollte gemieden werden

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Stadtverwaltung Leonberg Spaziergängern und Menschen, die sich im Freien aufhalten sicherheitshalber zum einen, heute den Pomeranzengarten nicht zu betreten und zum anderen auch den Wald und Parkanlagen mit größerem Baumbestand zu meiden und auf herabfallende Äste und Gegenstände zu achten.

Bereits am Mittwoch mussten wegen der recht heftigen Winde des jüngsten Sturmes eine Zypresse und weitere Bäume im Pomeranzengarten wegen drohender Astbrüche gefällt werden. Auch in dem Wald auf der Gemarkung des Teilorts Höfingen sind zwei Bäume bei einem Sturm auf den Weg gefallen.

„Durch mehrere Stürme in den letzten Wochen sind bereits vorhandene Beschädigungen der Bäume nicht auszuschließen. Damit sind die Bäume derzeit grundsätzlich mehr gefährdet als bei einem einzelnen Sturm“, erläutert die Stadtsprecherin Undine Thiel. Dazu komme gerade für das Waldgebiet hinzu, dass wegen des bisher durchwegs milden Winters und den Regenfällen der letzten Tage der Boden aufgeweicht ist. Das beeinträchtige die Standfestigkeit der Bäume bei Sturm und kann dazu führen, dass Sturmschäden größer ausfallen als bei festem oder gefrorenem Boden.

Fachleute haben mögliche Sturmschäden begutachtet

Beim Sturmtief Burglind Anfang Januar wurden auch Teile des Stadtwaldes in Mitleidenschaft gezogen. Erste Schätzungen haben ergeben, dass mehr als 500 Festmeter Schadholz die Folge des Unwetters waren. Fachleute der Stadtverwaltung sind am Mittwoch im gesamten Stadtgebiet unterwegs gewesen, um nach Sturmschäden zu sehen. Durch den Sturm sei es bisher glücklicherweise nur zu kleineren Schäden gekommen. Die Feuerwehr musste deswegen nicht ausrücken.




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